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Personalkrise durch zu wenige Einstellungen

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Nürnberg -Nach der Corona-Krise stehen viele Unternehmen vor einer Personal-Krise. Dafür verantwortlich ist nach Ansicht von Arbeitsmarktforschern aber keine massenhafte Abwanderung von Arbeitskräften in den von der Pandemie besonders betroffenen Branchen. Vielmehr seien über fast alle Branchen hinweg weniger sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse beendet worden als vor Corona, so Enzo Weber vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Der Personalmangel sei dadurch entstanden, dass manche Unternehmen weniger Arbeitskräfte eingestellt hätten.

Die Zahl der beendeten sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse sank in der Krisenzeit (Mai 2020 bis April 2021) im Vergleich zum Vorkrisenniveau um zehn Prozent. Im Frühling und Sommer 2021 stieg die Zahl zwar wieder an, lag bis November 2021 aber weiterhin unter dem Niveau vor der Corona-Krise.

."Alle coronabetroffenen Branchen wollen ihren Nachholbedarf gleichzeitig decken", sagte Weber. Aber so schnell könne das der Arbeitsmarkt nicht leisten. dpa

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