Personaldebatte in der Union

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Hamburg/Kreuth- Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz (CDU) hat der CDU-Spitze angeboten, in einem Team für den nächsten Wahlkampf eine Rolle zu spielen. "Wir müssen mit der bestmöglichen Formation in die nächste Bundestagswahl gehen. Das ist nicht nur eine Person an der Spitze, das ist eine Mannschaft, und ich möchte auch in einer Mannschaft dabei sein", sagte Merz am Freitag bei einer Wirtschaftsveranstaltung in Bayern. CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer begrüßte am Rande der Jahresauftaktklausur der CDU-Spitze in Hamburg das Angebot von Merz. "Ich freue mich über die Bereitschaft von Friedrich Merz, sich zu engagieren", sagte Kramp-Karrenbauer. Aus der CDU hieß es, die Parteivorsitzende habe mehrfach betont, dass bis zum Ende des Jahres ein starkes Team stehen müsse, mit dem man in den Wahlkampf gehe. CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak sagte: "Es ist gut, wenn wir auch die Bandbreite der Partei darstellen." Die CDU brauche viele verschiedene starke Köpfe. Merz gehöre zu den besonders meinungsstarken Köpfen. Merz hatte mit seinen Äußerungen die Debatte über die Aufstellung der Union weiter befeuert. "Ich bin ein Teamplayer, und deswegen ist wichtig, dass die Mannschaft stimmt und jeder an seinem Platz steht", sagte er am Tegernsee.

Bekenntnis zur NATO

In den vergangenen Tagen hatte der Vorstoß von CSU-Chef Markus Söder für eine Kabinettsumbildung in diesem Sommer für Diskussionen in der Union gesorgt.

Kramp-Karrenbauer bekannte sich zum Start der Klausur bei einem gemeinsamen Auftritt mit NATOGeneralsekretär Jens Stoltenberg zum nordatlantischen Verteidigungsbündnis. "Die NATO ist der Eckstein unserer Sicherheitsarchitektur", sagte sie. Stoltenberg lobte den Einsatz Deutschlands bei der Neuorientierung der NATO und in verschiedenen Einsatzmissionen.

Auf der Klausur will die CDU-Führung die Weichen für das neue Jahr stellen. Heute soll die Arbeit am neuen Grundsatzprogramm im Mittelpunkt stehen, das der CDU-Parteitag im Dezember verabschieden soll. dpa/AFP

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