Papst gegen Lockerung des Zölibats

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Rom- Papst Franziskus hat Hoffnungen auf eine Öffnung der katholischen Kirche für verheiratete Priester und für Frauen in Weiheämtern zerschlagen. In einem seit Monaten erwarteten Lehrschreiben vermeidet der Pontifex eine Aussage über die Zulassung von verheirateten Männern zur Weihe in der Amazonas-Region. Ausnahmen vom Zölibat hatten Teilnehmer einer Bischofssynode gefordert. Franziskus kommt auch dem Ruf nach einem Diakonat für Frauen nicht nach. Für den Reformweg der deutschen Kirche ist das ein Rückschlag. Die Deutsche Bischofskonferenz erklärte, die Diskussion um die Streitthemen gehe weiter.

"Leider findet er nicht den Mut dazu, in den seit 50 Jahren diskutierten Fragen der Weihe verheirateter Männer und der liturgischen Kompetenzen von Frauen echte Reformen umzusetzen", erklärte der Vorsitzende des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Thomas Sternberg. Der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck bedauerte das Festhalten an der Ehelosigkeit von Priestern. In dem Dokument "Querida Amazonia" (Geliebtes Amazonien) spricht der Papst vor allem über die Zerstörung des Regenwaldes und seiner Völker. Es folgt auf das Bischofstreffen im Oktober im Vatikan. Damals hatte sich die Mehrheit der über 180 Teilnehmer für die Weihe von verheirateten Männern in Ausnahmefällen in der Regenwaldregion ausgesprochen, um dort den akuten Priestermangel zu bekämpfen. dpa " Seite 4

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