In Hessen wäre gestern der letzte Schultag vor den Osterferien gewesen, doch die Schulen sind bereits seit drei Wochen geschlossen. An den Schulen in Deutschland wird nach Einschätzung von Lehrerverbänden, Bildungspolitikern und -gewerkschaften auch bei möglichen Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen für längere Zeit keine Normalität einkehren. FOTO: DPA
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In Hessen wäre gestern der letzte Schultag vor den Osterferien gewesen, doch die Schulen sind bereits seit drei Wochen geschlossen. An den Schulen in Deutschland wird nach Einschätzung von Lehrerverbänden, Bildungspolitikern und -gewerkschaften auch bei möglichen Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen für längere Zeit keine Normalität einkehren. FOTO: DPA

Die Osterferien beginnen

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In den Ferien wegfliegen, über Ostern zu Oma und Opa: Das soll in der Corona-Krise nicht sein. Einschränkungen greifen auch über die Feiertage - nicht nur für längere Reisen. Auch Wanderer und Radfahrer, die es in die Sonne zieht, sind betroffen.

In den Bundesländern beginnen nach und nach die Osterferien - doch statt Koffer zu packen, gelten für die Menschen diesmal weitgehende Reisebeschränkungen. Damit das Coronavirus sich langsamer verbreitet, sollen sie auch auf Tagesausflüge zu weiter entfernten Touristen-Zielen verzichten. Das geht aus dem jüngsten Beschluss von Bund und Ländern hervor, wie ein Regierungssprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur erläuterte. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten hatten am Mittwoch dazu aufgefordert, auch zu Ostern private Reisen generell zu unterlassen. Dies gelte auch für "überregionale tagestouristische Ausflüge".

Es geht darum, auch Ausflüge mit oder zu Bekannten und Verwandten zu vermeiden, wenn man ohne Übernachtung am selben Tag zurückkommt, wie der Regierungssprecher sagte. Möglich bleibe aber, spazieren zu gehen - wenn man sich an generelle Regeln hält, etwa 1,5 Meter Abstand zu anderen.

Überhaupt ist der Beginn der Osterferien diesmal ungewohnt - denn die Schulen sind bereits bundesweit wegen der Corona-Krise geschlossen. Und an den Schulen wird nach Einschätzung von Lehrerverbänden, Bildungspolitikern und -gewerkschaften auch bei möglichen Lockerungen der strengen Anti-Corona-Maßnahmen für längere Zeit keine Normalität einkehren. "Die Schulen werden auf absehbare Zeit nicht mehr so sein wie vor Corona", sagte der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitag). Schulkonzerte, Ausflüge, Klassenfahrten - das alles werde es erst mal nicht mehr geben.

Falls die Schulen nach den Osterferien wieder schrittweise geöffnet werden sollten, könnten laut Meidinger zunächst die Abschlussklassen wieder zurückkommen. Diese Schüler benötigten die Schule jetzt wegen der Prüfungen am dringendsten, sagte er am Freitag auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Sommersemester startet am 20. April

Das Sommersemester an den Hochschulen soll in diesem Jahr trotz Corona-Krise in ganz Deutschland stattfinden und am 20. April beginnen. Darauf haben sich nach Angaben der Hamburger Bildungsverwaltung die Wissenschaftsministerien der Bundesländer verständigt. Man habe sich auf einen gemeinsamen Rahmen für die Ausgestaltung des Sommersemesters geeinigt. Der Lehr- und Forschungsbetrieb solle so weit möglich stattfinden, hieß es am Freitag.

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