Missbrauch

Orden gestehen "unsägliches Leid"

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Bonn- Mindestes jeder dritte katholische Orden in Deutschland sieht sich mit Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs konfrontiert. Eine Mitgliederbefragung der Dachorganisation Deutsche Ordensobernkonferenz (DOK) ergab, dass sich bei den Ordensgemeinschaften mindestens 1412 Personen gemeldet haben, die angaben, als Kind, Jugendlicher oder Schutzbefohlener sexuell missbraucht worden zu sein. 654 Ordensmitglieder wurden als Täter beschuldigt. Die meisten davon - 522 oder knapp 80 Prozent - seien bereits tot, teilte die DOK mit.

"Ja, Brüder und Schwestern unserer Gemeinschaften haben sexuellen Missbrauch in seinen verschiedenen Formen verübt", gestand die DOK-Vorsitzende Katharina Kluitmann ein. "Nicht nur diese Taten haben unsägliches Leid über die Betroffenen gebracht." Wenn die Opfer später ihr Schweigen gebrochen und darüber gesprochen hätten, was ihnen angetan worden sei, seien sie oft enttäuscht und dadurch erneut verletzt worden. "Wir bedauern das sehr und erkennen unser Versagen erneut an." dpa

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