Nach wochenlangem Zögern des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) wurden die Olympischen Spiele in Tokio, die vom 24. Juli bis 9. August stattfinden sollten, aufgrund der Corona-Pandemie ins nächste Jahr verlegt. FOTO: DPA
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Nach wochenlangem Zögern des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) wurden die Olympischen Spiele in Tokio, die vom 24. Juli bis 9. August stattfinden sollten, aufgrund der Corona-Pandemie ins nächste Jahr verlegt. FOTO: DPA

Olympia wird verschoben

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Lange hat das Internationale Olympische Komitee gezögert, die Sommerspiele in Tokio wegen der Corona-Pandemie zu verschieben. Nun ist die Entscheidung gefallen. In Deutschland gingen derweil die Umsetzung der strengen Beschränkungen im öffentlichen Leben und die Vorbereitung des Rettungspakets für Wirtschaft und Bürger weiter.

Die Olympischen Spiele in Tokio, die vom 24. Juli bis 9. August 2020 geplant waren, sollen verschoben werden, spätestens aber im Sommer 2021 stattfinden. Das haben das Internationale Olympische Komitee und die Olympia-Organisatoren in Japan gestern beschlossen. Die Entscheidung führte zu einem Aufatmen in der Sportwelt. Eine weitere wichtige Nachricht aus dem Fußball: In den Bundesligen soll der Ball noch mindestens fünfeinhalb Wochen ruhen. Darauf hat sich das DFL-Präsidium gestern verständigt.

Bußgeldkatalog in NRW

Für die Aufhebung der Schuldenbremse heute im Bundestag zeichnet sich die erforderliche Mehrheit ab.

Als erstes Bundesland stellte Nordrhein-Westfalen einen Bußgeldkatalog für Verstöße gegen die Auflagen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie vor. Er sieht Strafen von bis zu 5000 Euro vor. Im Wiederholungsfall werden sogar bis zu 25 000 Euro fällig. Bei Zusammenkünften von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit, die nicht direkt verwandt sind, werden danach 200 Euro von jedem Beteiligten fällig. Verbotenes Picknicken kostet 250 Euro pro Teilnehmer. Wer trotz Verbots Sportveranstaltungen organisiert, zahlt 1000 Euro. Zusätzliche Bußgelder seien möglich gegen Unternehmen, die von Verstößen profitieren. Teuer werden auch Hygieneverstöße oder Verstöße gegen das Besuchsverbot in Einrichtungen wie Altenheimen.

Abitur-Chaos in Deutschland

Schon wieder ziehen die 16 Bundesländer in der Corona-Krise nicht an einem Strang - diesmal bei den Abiturprüfungen: Schleswig-Holstein plant als erstes Bundesland eine Absage aller Schulabschlussprüfungen einschließlich des Abiturs in diesem Schuljahr. Sie halte diese Entscheidung in der derzeitigen Situation für geboten, sagte Bildungsministerin Karin Prien (CDU). Die Schüler im Norden sollen nach ihren Plänen zum Ende des Schuljahres stattdessen Abschlusszeugnisse auf Basis bisheriger Noten erhalten. Andere Bundesländer hatten ihre Prüfungen zunächst auf nach Ostern oder in den Mai verschoben. In Hessen und Rheinland-Pfalz werden weiter Abiturprüfungen geschrieben.

Der hessische Landtag gab gestern grünes Licht für den milliardenschweren Rettungsschirm des Landes im Kampf gegen die Corona-Krise. Einstimmig wurde der dafür nötige Nachtragshaushalt gebilligt und beschlossen, die Schuldenbremse zu lockern. Soforthilfen von zwei Milliarden Euro sollen die akuten Folgen der Pandemie bekämpfen. Daneben erhöht das Land zur Unterstützung der Wirtschaft seinen Bürgschaftsrahmen auf fünf Milliarden Euro. Der Schutzschirm für Hessen umfasst Hilfen von mindestens 8,5 Milliarden Euro.

Zahlen steigen weiter

In Deutschland sind bislang mehr als 32 400 Infektionen mit dem Coronavirus registriert. Das geht aus einer Auswertung der dpa hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit über 9000 sowie Bayern mit mehr als 6300 und Baden-Württemberg mit mehr als 5800 Fällen. In Hessen gab es gestern über 1600 Fälle. Mehr als 150 mit SARS-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Die Menschen in Deutschland dürfen sich bei leichten Atemwegserkrankungen nun zwei Wochen am Telefon krankschreiben lassen.

Mit Tests, Quarantäne und Schließung von Gruppenräumen wollen die Länder einer Ausbreitung des Coronavirus auch in Flüchtlingsunterkünften entgegenwirken. dpa

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