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Abiy Ahmed (r.), der Ministerpräsident von Äthiopien, erhält von Berit Reiss-Andersen, der Vorsitzenden des Norwegischen Nobelkomitees, eine Medaille und eine Urkunde bei der Verleihung des Friedensnobelpreises in Oslo. FOTO: DPA

Nobelpreise in Oslo und Stockholm verliehen

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Oslo/Stockholm(dpa). Zwölf Wissenschaftler, zwei Literaten und ein Friedensstifter am Horn von Afrika haben gestern die diesjährigen Nobelpreise erhalten. Nachdem der äthiopische Ministerpräsident Abiy Ahmed zunächst in Oslo mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, erhielten die Preisträger in den Kategorien Medizin, Physik, Chemie, Literatur und Wissenschaft ihre Nobelmedaillen am späten Nachmittag in Stockholm. Gegen die Nobelpreisvergabe an den Schriftsteller Peter Handke, dessen Haltung zum Jugoslawien-Konflikt eine heftige Debatte ausgelöst hatte, wurde am Abend parallel zum Nobelbankett in der Nähe der Veranstaltung protestiert. Für die Auszeichnung von Abiy hatte es dagegen viel Lob gegeben. Der 43 Jahre alte Regierungschef Äthiopiens bedankte sich beim Nobelkomitee für die Auszeichnung und wies darauf hin, wie schwierig es sei, langfristigen Frieden zu sichern. "Ich glaube, dass Frieden eine Herzensangelegenheit ist. Frieden ist eine Arbeit der Liebe", sagte er. Er nehme den Preis nicht nur im Namen seiner Landsleute entgegen, sondern auch für die Menschen im benachbarten Eritrea.

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