Neuer Vorstoß gegen XXL-Bundestag

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Berlin- Ein Kompromissmodell zur Wahlrechtsreform, das der Stuttgarter Mathematik-Professor Christian Hesse vorgelegt hat, stößt bei FDP und Grünen im Bundestag auf ein positives Echo. "Jeder seriöse Vorschlag ist es wert, dass wir ihn prüfen. Denn wir brauchen dringend eine Lösung, um einen XXL-Bundestag zu verhindern", sagte der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Fraktion, Marco Buschmann, am Mittwoch.

Seine Kollegin Britta Haßelmann von den Grünen sagte ebenfalls: "Es lohnt, auch diesen Vorschlag zu prüfen." Die Politik dürfe nichts unversucht lassen, noch in dieser Legislatur zu einer Wahlrechtsreform auf der Grundlage des personalisierten Verhältniswahlrechts zu kommen.

Der Mathematiker von der Universität Stuttgart hatte vorgeschlagen, die Zahl der Wahlkreise von derzeit 299 auf 270 zu reduzieren und die Sollgröße des Parlaments bei 598 Sitzen zu belassen. Eine Obergrenze von Mandaten soll nicht eingezogen werden. Alle Überhangmandate sollen weiter ausgeglichen werden. Abschaffen will der Mathematiker jedoch das Sitzkontingentverfahren in seiner derzeitigen Form. dpa

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