Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), besichtigt das Rettungsschiff "Sea-Watch 4". Das Bündnis "United4Rescue" und die Organisation "Sea-Watch" haben die ehemalige "Poseidon" gekauft, um es künftig als Rettungsschiff im Mittelmeer einzusetzen. FOTO: DPA
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Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), besichtigt das Rettungsschiff "Sea-Watch 4". Das Bündnis "United4Rescue" und die Organisation "Sea-Watch" haben die ehemalige "Poseidon" gekauft, um es künftig als Rettungsschiff im Mittelmeer einzusetzen. FOTO: DPA

"Müssen helfen"

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Berlin- Das auf maßgebliche Initiative der Evangelischen Kirche in Deutschland gekaufte und ausgerüstete Seenotrettungsschiff ist am Donnerstag in Kiel auf den Namen "Sea Watch 4" getauft worden. "Man lässt keine Menschen ertrinken", sagte der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm, der an der Schiffstaufe teilnahm. Das Trägerbündnis "United4Rescue" will das bisherige Forschungsschiff "Poseidon" ab April für die Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer einsetzten.

"Wenn Menschen in Lebensgefahr sind, wenn Menschen ertrinken", dann müsse man helfen, hob Bedford-Strohm im Bayerischen Rundfunk hervor. "Es ist eine ungewöhnliche Aktion", räumte der Bischof ein. "Aber ich glaube schon, dass sie sehr viel zu tun hat auch mit dem christlichen Glauben", sagte er weiter.

Finanziert wird das Schiff aus Spenden. Dem Trägerkreis "United4Rescue" gehören unterschiedliche kirchliche Einrichtungen und Verbände an, einige auch aus dem Bereich der katholischen Kirche. Dazukommen zahlreiche weitere Organisationen, darunter Ärzte ohne Grenzen, das Netzwerk Campact und der Deutsche Gewerkschaftsbund. Betreiber des Schiffes ist die Organisation Sea Watch. AFP

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