Merkel wirbt für lokale Ausreiseverbote

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Berlin/London- Der Bund setzt auf lokale Ausreiseverbote aus Regionen mit großen Corona-Ausbrüchen. "Ich finde, das ist jedenfalls ein Vorschlag, den man diskutieren sollte und für den ich werben würde", sagte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gestern nach ihrer Teilnahme an einer Sitzung des bayerischen Kabinetts. CSU-Chef Markus Söder unterstützte die Idee. Vertreter von Kommunalverbänden mahnten, Beschränkungen müssten stark eingegrenzt werden und sollten nicht ganze Kreise betreffen. Über den Vorschlag wurde am Montag in einer Videoschalte von Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) mit den Staatskanzleichefs der Länder gesprochen. Beschlüsse gab es nach dpa-Informationen nicht. Die Gespräche sollen fortgesetzt werden. Ziel des Bundes ist es, bei regionalen Corona-Ausbrüchen wie im Kreis Gütersloh zielgenauer reagieren zu können.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat eine mögliche Maskenpflicht in Frankreich in geschlossenen Räumen grundsätzlich begrüßt. "Masken - Alltagsmasken - können einen Unterschied machen", sagte Spahn nach einem Treffen mit seinem französischen Amtskollegen Olivier Véran. "Sie (die Masken) machen vor allem einen Unterschied in geschlossenen Räumen (...)", ergänzte der Berliner Ressortchef. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte sich zuvor in einem TV-Interview für eine Maskenpflicht in öffentlichen geschlossenen Räumen ausgesprochen, um die Coronavirus-Pandemie weiter einzudämmen.

Wissenschaftler warnen vor einer zweiten Coronavirus-Welle mit bis zu 120 000 Todesfällen in Großbritannien. Demnach könnte der Höhepunkt im kommenden Januar und Februar erreicht werden. An der Studie waren 37 Wissenschaftler beteiligt, darunter der medizinische Regierungsberater Patrick Vallance.

Israels Gesundheitsministerium hat eingeräumt, dass Tausende Bürger nach der Wiederaufnahme der Handy-Überwachung offenbar grundlos in die Corona-Quarantäne geschickt wurden. Rund 12 000 Menschen, die angegeben hätten, unbegründet eine SMS vom Inlandsgeheimdienst Schin Bet erhalten zu haben, seien wieder aus der Heimquarantäne entlassen worden, sagte eine Vertreterin des Ministeriums vor einem Parlamentsausschuss.

Wegen rasch ansteigender Neuinfektionen macht Kalifornien viele Lockerungen seiner Corona-Auflagen wieder rückgängig. Bars, Kinos und Museen in dem bevölkerungsreichsten US-Bundesstaat müssen schließen, wie Gouverneur Gavin Newsom. Zudem dürfen Restaurants keine Gäste mehr in geschlossenen Räumen bewirten. dpa " Seite 4

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