Merkel will klimafreundlichen Wiederaufbau

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Berlin- Bundeskanzlerin Angela Merkel will mit Wirtschaftshilfen in der Corona-Krise auch den Klimaschutz voranbringen und befürwortet ein deutlich höheres Klimaziel der EU für 2030. Auch UN-Generalsekretär Antonio Guterres forderte, Wirtschaftshilfen in der Corona-Krise mit Klima- und Umweltschutz zu verbinden. "Es wird jetzt eine schwierige Verteilungsdiskussion geben", sagte Merkel gestern beim digitalen Petersberger Klimadialog, zu dem die Regierung Minister aus rund 30 Ländern eingeladen hatte. "Umso wichtiger wird es sein, wenn wir Konjunkturprogramme auflegen, immer den Klimaschutz ganz fest im Blick zu haben und deutlich zu machen, dass wir nicht etwa am Klimaschutz sparen, sondern dass wir in zukunftsfähige Technologien investieren." Um den Zielen näher zu kommen, forderte Merkel einen Finanzmarkt für klimafreundliche Investitionen. Sie begrüßte Vorschläge der EU-Kommission, eine Treibhausgasminderung von 50 bis 55 Prozent anzustreben im Vergleich zu 1990, sagte die CDU-Politikerin. Derzeit gilt ein Ziel von 40 Prozent Minderung. Offiziell hatte Deutschland zu dem neuen EU-Klimaschutzziel bisher keine Position. Die Kommission will es bis September festlegen. Für Deutschland gilt bereits ein 55-Prozent-Ziel für 2030. dpa

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