Merkel verspricht deutsche Solidarität in Europa

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Brüssel/Berlin- Vor dem EU-Gipfel hat Bundeskanzlerin Angela Merkel den europäischen Partnern Solidarität in der Corona-Krise zugesagt. Ohne Europa könne die Bundesrepublik auf Dauer nicht stark sein, sagte die CDU-Politikerin am Dienstag nach Angaben von Teilnehmern in einer Schaltkonferenz der Unionsfraktion im Bundestag. Beim Videogipfel am Donnerstag wollen Merkel und ihre EU-Kollegen europäische Krisenhilfen billigen und zudem die Weichen für ein Wiederaufbauprogramm stellen.

Die EU-Finanzminister hatten vor zwei Wochen ein erstes europäisches Hilfspaket für Jobs, Unternehmen und verschuldete Staaten im Umfang von bis zu 540 Milliarden Euro geschnürt. Zudem wurde ein Wiederaufbaufonds vereinbart, allerdings ohne Details. Dazu wird beim Gipfel ein Vorschlag von EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen erwartet. Bekannt ist bereits, dass die EU-Kommission für den Wiederaufbau selbst Anleihen herausgeben.

In Italien bereitet man sich unterdessen rund zwei Monate nach dem Ausbruch der Corona-Krise auf deutliche Lockerungen der Beschränkungen vor. Die Regierung will bis Ende dieser Woche ihre Pläne für ein schrittweises Aufheben von Produktionsstopps und Ausgangsverboten für die Bürger ab dem 4. Mai vorlegen. Gleichzeitig warnte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Dienstag auf Facebook davor, dass Italien seine Fortschritte im Kampf gegen die Ausbreitung der Lungenkrankheit nicht durch ein zu schnelles Vorgehen riskieren dürfe.

Österreich erweitert seinen Öffnungsplan nun auch auf fast alle Dienstleistungen. Ab Anfang Mai dürften neben den Friseuren nun unter anderem auch Kosmetik- und Nagelstudios ihre Services wieder anbieten, sagte Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Dienstag in Wien.

Ausgenommen seien Dienstleistungen im Freizeit- und Tourismusbereich. Zudem dürfen sämtliche Geschäfte wieder öffnen. "Wir gehen diesen Weg, weil wir in Österreich ganz besonders diszipliniert waren und weil die Entwicklung bei uns eine bessere ist als in anderen Ländern", sagte Kurz. In Tirol wird der Weg in Richtung Normalität mit dem Quarantäne-Ende etwa für Ischgl ab Donnerstag weiter beschritten.

In einem Hotel auf der griechischen Halbinsel Peloponnes sind mehr als 150 Flüchtlinge positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies sagte am Dienstag der für den Zivilschutz zuständige griechische Vizeminister Nikos Chardalias. Das Hotel mit etwa 470 Flüchtlingen wurde am Vortag unter Quarantäne gestellt. dpa

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