Merkel mahnt zu gemeinsamem Vorgehen

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Berlin- Angesichts immer neuer Lockerungsdebatten hat Kanzlerin Angela Merkel ein gemeinsames Vorgehen von Bund und Ländern in der Corona-Krise angemahnt. "Ich bin sehr einverstanden, dass jeder im Rahmen seiner Zuständigkeiten arbeitet", sagte die CDU-Politikerin am Mittwoch nach einer Videokonferenz mit den Regierungschefs der östlichen Bundesländer. "Das heißt aber auch, dass mir als Bundeskanzlerin und der ganzen Bundesregierung schon wichtig ist, dass wir in grundsätzlichen Fragen eine Übereinstimmung haben."

Nötig sei ein gemeinsamer Schutzrahmen, auf den sich Bund und Länder auch verständigt hätten: "Das heißt 1,5 Meter Mindestabstand, das heißt Mund-Nase-Schutz im öffentlichen Personennahverkehr und da, wo die 1,5 Meter Abstand nicht eingehalten werden können", so Merkel. Am Dienstagabend hatten sich Bund und Länder grundsätzlich darauf verständigt, dass die Kontaktbeschränkungen noch mindestens bis zum 29. Juni weiter gelten sollen. Im Detail planen einzelne Länder aber Abweichungen

Bundesbürger mit Reiseplänen für Europa müssen sich derweil noch etwas gedulden. Die Bundesregierung will sich am 3. Juni mit einem Eckwertepapier befassen, das als Gesprächsgrundlage für eine Einigung mit den Urlaubsländern auf Regeln für einen Infektionsschutz dienen soll.

Die lokalen Behörden haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 362 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise mehr als 179 300 Menschen in Deutschland nachweislich mit SARS-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am Mittwoch meldete (Datenstand 27. 5., 0 Uhr).

Staatstrauer in Spanien

Mit der längsten Staatstrauer seiner demokratischen Geschichte gedenkt Spanien unterdessen zehn Tage lang der mehr als 27 000 Todesopfer der Pandemie im Corona-Hotspot. Die Ehrung begann am Mittwoch mit einer bewegenden Schweigeminute im ganzen Land.

In Moskau können die Menschen nach zwei Monaten strenger Ausgangssperren von Montag an etwas aufatmen. Trotz hoher Corona-Zahlen kommen dann erstmals größere Lockerungen. Parks der russischen Hauptstadt dürfen am 1. Juni wieder öffnen, die Bürger dürfen morgens an der frischen Luft Sport treiben und dreimal pro Woche spazieren gehen. dpa " Mehr im Innenteil

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