Die Bundesregierung will für den Bundeswehreinsatz im westafrikanischen Krisenstaat Mali mehr Soldaten zur Verfügung stellen. An der EU-Ausbildungsmission EUTM Mali sollen sich künftig bis zu 450 deutsche Soldaten beteiligen dürfen - 100 mehr als bislang. FOTO: DPA
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Die Bundesregierung will für den Bundeswehreinsatz im westafrikanischen Krisenstaat Mali mehr Soldaten zur Verfügung stellen. An der EU-Ausbildungsmission EUTM Mali sollen sich künftig bis zu 450 deutsche Soldaten beteiligen dürfen - 100 mehr als bislang. FOTO: DPA

Mehr Soldaten

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Berlin- Das Bundeskabinett hat grünes Licht für die Ausweitung des Bundeswehreinsatzes in dem von islamistischen Terrorgruppen und organisierter Kriminalität bedrohten Mali gegeben. Die Ministerrunde beschloss am Mittwoch ein neues Mandat für die Beteiligung an der EU-Ausbildungsmission EUTM, das eine Entsendung von bis zu 450 Soldaten in das westafrikanische Land vorsieht, 100 mehr als bisher.

Sie sollen die malischen Streitkräfte näher begleiten, wenn diese in Einsätze gehen und auch ein Ausbildungszentrums in Zentralmali aufbauen. Dagegen soll die deutsche Beteiligung an der UN-Truppe MINUSMA in Mali weitgehend unverändert mit bis zu 1100 Soldaten weiterlaufen. Die Mandate, die erst noch eine Zustimmung des Bundestages benötigen, sind bis zum 31. Mai 2021 datiert.

Eine unmittelbare deutsche Beteiligung an Kampfeinsätzen werde es nicht geben, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer. "Um der Bedrohung durch den länderübergreifenden Terrorismus künftig besser entgegentreten zu können, wurde das Mandatsgebiet auf alle G5-Sahelstaaten - Mauretanien, Mali, Burkina Faso, Niger und Tschad - ausgeweitet", sagte sie. Mali bleibe Schwerpunkt. Die Operation "Gazelle", bei der deutsche Kampfschwimmer in Niger örtliche Spezialkräfte ausbilden, werde in das Mandat einbezogen. dpa

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