Maskenpflicht im Weißen Haus

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Washington/Paris/Riad- Der prominente Immunologe und US-Regierungsberater Anthony Fauci hat in der Corona-Krise vor übertrieben schneller Rückkehr zur Normalität gewarnt. Dies könnte unnötiges "Leid und Tod" zur Folge haben. Angesichts der verheerenden wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise treibt Präsident Donald Trump jedoch Lockerungen weiter voran. Er ermutigt zu Protesten in Bundesstaaten, die die Schutzmaßnahmen seiner Ansicht nach nicht schnell genug zurückfahren. Nach zwei Corona-Infektionen im Weißen Haus - betroffen war auch die Pressesprecherin von Vizepräsident Pence - gilt dort nun eine Maskenpflicht. Mit zwei Ausnahmen: US-Präsident Donald Trump und seinen Vize Mike Pence. Zu seiner Weigerung, eine Maske zu tragen, sagte Trump: "Ich komme niemandem so nahe."

In Paris nutzten am Montagabend einige Dutzend Menschen die Lockerung der Ausgangsbeschränkungen, um die neue Freiheit in kleineren Gruppen am Canal Saint-Martin in der Sonne zu genießen. Die Polizei räumte den beliebten Kanal im Osten der Hauptstadt und verhängte umgehend ein Alkoholverbot an allen Ufern der Stadt - auch an der Seine. Innenminister Christophe Castaner monierte zuvor "Verantwortungslosigkeit". Viele fürchten nun eine komplette Sperrung der Ufer.

In Moskau gilt nun eine Pflicht, neben Mund- und Nasenschutz auch Handschuhe zu tragen. Getragen werden muss der Schutz in Verkehrsmitteln, Supermärkten und an sonstigen Orten, wo viele Menschen zusammenkommen - also auch am Arbeitsplatz.

Saudi-Arabien ringt inzwischen mit einer Krise an zwei Fronten. Einerseits ist das Land den offiziellen Zahlen zufolge mit rund 43 000 Infektionen stark von der Pandemie betroffen. Möglicherweise könnte auch die Wallfahrt Hadsch ausfallen, die Ende Juli beginnen soll. Das war zuletzt zwischen 1798 und 1801 der Fall. Zudem macht Saudi-Arabien derzeit eine seiner schlimmsten Wirtschaftskrisen seit Jahrzehnten durch.

Unterdessen setzt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf finanzielle Anreize, um die Produktion wichtiger Arzneimittel zurück nach Europa zu holen. dpa

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