Georg Bätzing
+
Georg Bätzing

Bischof Bätzing

Mann des Ausgleichs

  • vonDPA
    schließen

Der Limburger Bischof Georg Bätzing hat schon bewiesen, dass er mit schwierigen Situationen gut umgehen kann. Als der heute 58-Jährige im Jahr 2016 zum Bischof der Diözese ernannt wurde, war das Bistum in Aufruhr. Sein Vorgänger Franz-Peter Tebartz-van Elst hatte tiefe Gräben hinterlassen - Stichwort Kosten- explosion beim Ausbau der Bischofsresidenz, außerdem wurde ihm eine autoritäre Amtsführung vorgeworfen.

Bätzing, der bei seinen Auftritten meist mit einem Lächeln im Gesicht zu sehen ist, war zuvor Generalvikar in Trier und dort die rechte Hand von Bischof Stephan Ackermann gewesen. Er setzte gleich zu seinem Amtsantritt in Limburg ein Zeichen. Er kündigte an, nicht in die umstrittene neue Bischofswohnung zu ziehen. Diese wurde später zu einem Bistumsmuseum umfunktioniert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Im Bistum Limburg gelang es Bätzing, die Situation zu beruhigen und Stück für Stück das Vertrauen der Menschen wiederzugewinnen. Geholfen haben dürfte ihm dabei seine ruhige, humorvolle und auch ausgleichende Art. Schon bei seinen vorherigen Stationen als Priester galt er als sehr beliebt und als jemand, der gut zuhören kann. Allerdings stellte er auch klar: "Der Bischof ist kein Therapeut."

Bätzing war 1987 zum Priester geweiht worden, er stammt aus dem Westerwald und damit aus der unmittelbaren Nachbarschaft der Diözese Limburg. Während seiner Zeit im Trierer Bistum hatte er schon mit seinem Vorgänger als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz zu tun. Der damalige Bischof von Trier und jetzige Erzbischof von München, Kardinal Reinhard Marx, hatte ihn 2007 zum Leiter der Heilig-Rock-Wallfahrt ernannt. dpa/FOTO: DPA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare