Erstmals haben Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), des Zentralrats der Juden in Deutschland und des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma gemeinsam im ehemaligen deutschen Vernichtungslager Auschwitz der dort Ermordeten gedacht. FOTO: DPA
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Erstmals haben Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), des Zentralrats der Juden in Deutschland und des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma gemeinsam im ehemaligen deutschen Vernichtungslager Auschwitz der dort Ermordeten gedacht. FOTO: DPA

Mahnende Worte

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Auschwitz/Berlin- Erstmals haben Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), des Zentralrats der Juden in Deutschland und des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma gemeinsam im ehemaligen deutschen Vernichtungslager Auschwitz in Polen der dort Ermordeten gedacht. In einem Gedenkakt mit Kranzniederlegungen erinnerten sie am Sonntag an die Schoa - die Ermordung der europäischen Juden - und den Völkermord an den Sinti und Roma. Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm sagte nach Angaben eines Sprechers, es werde nie zu begreifen sein, wie Menschen anderen Menschen so etwas antun könnten. "Auch der jahrhundertealte christliche Antijudaismus - so müssen wir Christen voller Scham feststellen - hat den mörderischen Antisemitismus gefördert. Das gemeinsame Gedenken heute hier ist für mich deswegen ein sehr berührendes Zeichen."

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, sagte, aus Auschwitz folge der Auftrag, gemeinsam für die Demokratie einzustehen, "die nie wieder in die Nähe einer menschenverachtenden Politik rücken darf".

An dem Gedenken nahm auch der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, teil. Der 2. August ist der Europäische Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma. Die Nationalsozialisten ermordeten im besetzten Europa über eine halbe Million Sinti und Roma. dpa

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