Lehrermangel verschärft sich weiter

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Berlin- Die Zahl der Schulen in Deutschland, die mit Lehrermangel zu kämpfen haben, ist weiter gestiegen. Das geht aus einer repräsentativen Befragung von 1300 Schulleitungen in Deutschland durch das Meinungsforschungsinstitut Forsa hervor, deren Ergebnisse am Freitag vorgestellt wurden. 59 Prozent der Befragten gaben demnach an, an der eigenen Schule konkret mit Lehrermangel zu kämpfen zu haben. Das waren deutlich mehr als 2018 (36 Prozent) und 2019 (50 Prozent). Besonders betroffen sind demnach Haupt-, Real- und Gesamtschulen (72 Prozent), vor Grundschulen (50 Prozent) und Gymnasien (40 Prozent). In der Studie im Auftrag des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) wurde als Hauptgrund für den Lehrermangel wie auch schon in den Vorjahren angegeben, dass es zahlenmäßig zu wenige Bewerber gibt.

Bei der Frage nach den größten Problemen an ihrer Einrichtung nannten die Schulleitungen nach dem Lehrermangel spontan am häufigsten die Arbeitsbelastung und den Zeitmangel (36 Prozent) - eine Verdopplung gegenüber 2019. Häufig genannt wurden außerdem Probleme, die durch Inklusion und Integration auftreten, Probleme mit Eltern, mit der Bildungspolitik und mit der Ausstattung und dem Zustand der Schulgebäude.

Die Studie wirft auch einen Blick auf die Schuldigitalisierung, ein Thema, über das gerade in der Corona-Krise noch stärker diskutiert wird: Mehr als die Hälfte aller Schulleiterinnen und Schulleiter (56 Prozent) gab an, einen Antrag zur Förderung ihrer Schule mit Mitteln aus dem milliardenschweren Digitalpakt Schule gestellt zu haben. Gut jede dritte Schule hat zumindest für einzelne Klassen Sätze an Tablets oder Smartphones zur Verfügung. Ebenso viele Schulen gaben an, dass es in allen Klassen- und Fachräumen einen Zugang zu schnellem Internet und WLAN gibt. dpa

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