Die EU plant in den nächsten 30 Jahren eine Klimawende, die Unternehmen und Bürgern einiges abverlangt. Die EU-Kommission um Ursula von der Leyen ist stolz auf ihren Plan. Doch es kommt heftiger Gegenwind - unter anderem von Greta Thunberg. FOTO: DPA
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Die EU plant in den nächsten 30 Jahren eine Klimawende, die Unternehmen und Bürgern einiges abverlangt. Die EU-Kommission um Ursula von der Leyen ist stolz auf ihren Plan. Doch es kommt heftiger Gegenwind - unter anderem von Greta Thunberg. FOTO: DPA

Kritik an Klimaziel

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Brüssel- Jung gegen Alt, Zukunftsangst gegen professionelle Zuversicht, moralische Instanz gegen Realpolitik: Die Aufstellung in Brüssel lautete am Mittwoch Greta Thunberg gegen die EU-Kommission, die eigentlich sehr stolz war auf ihr neues Gesetz für ein "klimaneutrales" Europa 2050 - und dann von der jungen Schwedin erbittert Kontra bekam. "Dieses Klimagesetz ist eine Kapitulation", sagte Thunberg. "Denn die Natur lässt sich nicht über den Tisch ziehen und mit der Physik macht man keinen Deal."

Kommissionschefin Ursula von der Leyen hatte Thunberg selbst in die Sitzung der Kommissare zur Debatte über das neue Klimagesetz geladen.

Mit dem geplanten EU-Klimagesetz will die Brüsseler Behörde vor allem das bereits vereinbarte Ziel für 2050 besiegeln. Klimaneutralität, das bedeutet, alle Treibhausgase zu vermeiden oder auszugleichen, etwa durch Aufforstung oder Speicherung. Damit soll das Pariser Klimaabkommen von 2015 umgesetzt und die Erwärmung der Erde bei einem verträglichen Maß gestoppt werden. Für von der Leyen ist das Gesetz das Herz ihres "Green Deal". "Es ist höchste Zeit zu handeln und dieses Klimagesetz ist Teil des Europäischen Beitrags zu diesem Handeln", sagte sie. Und sie zeigte sich sicher, dass die EU andere Partner zum Mittun inspirieren kann. dpa

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