Das Dorf Pödelwitz in Sachsen liegt nur 500 Meter vom Tagebau Vereinigtes Schleenhain entfernt. Der Bund will rund 40 Milliarden Euro in den Strukturwandel in den Braunkohle-Regionen stecken. FOTO: DPA
+
Das Dorf Pödelwitz in Sachsen liegt nur 500 Meter vom Tagebau Vereinigtes Schleenhain entfernt. Der Bund will rund 40 Milliarden Euro in den Strukturwandel in den Braunkohle-Regionen stecken. FOTO: DPA

Kohleumbau startet

  • vonDPA
    schließen

Berlin- Der milliardenschwere Strukturwandel in den Kohleregionen soll bald mit ersten Projekten beginnen. Hauptziel ist es, neue und zukunftsfähige Jobs zu schaffen, damit die Regionen wirtschaftlich nicht zurückfallen, wenn Deutschland bis spätestes 2038 aus der Kohle-Verstromung aussteigt. Der Bund und die vier Kohle-Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen unterzeichneten gestern in Berlin eine Vereinbarung, die dafür sorgt, dass ab sofort Gelder fließen können. Der Bund will rund 40 Milliarden Euro in die Braunkohle-Regionen stecken.

Ein Koordinierungsgremium aus Bund und Ländern legte in seiner konstituierenden Sitzung die Finanzierung konkreter Projekte fest, die 2020 und 2021 in den Kohleregionen starten sollen. Wirtschaftsstaatssekretär Ulrich Nußbaum sprach mit Blick auf den Strukturwandel von einem Marathonlauf.

Die Chefin der Brandenburger Staatskanzlei, Kathrin Schneider, sagte, die Menschen in der Lausitz hätten darauf gewartet, dass nun der Hebel umgelegt werde. Nun gehe es an die Arbeit, um die "vielen guten Projektideen" anzugehen, darunter der Ausbau des Bahnwerks Cottbus oder die ICE-Verbindung Berlin-Cottbus-Görlitz. Ihr NRW-Kollege Nathanael Liminski sagte, 2038 sei noch lange hin. Mit Blick auf neue Arbeitsplätze aber sei "quasi morgen", deswegen solle Tempo gemacht werden. Im Rheinland geht bis Jahresende der erste Braunkohle-Kraftwerksblock vom Netz, die Stilllegungen weiterer Blöcke finden bis 2025 alle in NRW statt. dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare