Daniel arap Moi
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Daniel arap Moi

Daniel arap Moi tot

Kenias harter Langzeitpräsident

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Er wird "Professor der Politik" gennant. 24 Jahre lang war Daniel arap Moi in Kenia an der Macht. Doch hinter dem harmlosen Spitznamen verbirgt sich ein Präsident, der mit harter Hand regierte. Unter Moi wurde das ostafrikanische Land endgültig zu einem Einparteienstaat, in dem Korruption fest verankert war. Gleichzeitig war Mois Kenia während des Kalten Krieges einer der wichtigsten Verbündeten des Westens in Afrika. Bis heute sind die Auswirkungen seiner Präsidentschaft in Kenia zu spüren. Daniel arap Moi starb am frühen Dienstagmorgen im Alter von 95 Jahren.

"L'état c’est Moi" war ein beliebtes Wortspiel von Mois Kritikern: "Der Staat, das bin ich." Unter seiner Führung kam die ehemalige britische Kolonie und einer der Hoffnungsträger Afrikas gefährlich nahe an eine Diktatur. Zwar war Kenia bereits unter Kenias erstem Präsidenten Jomo Kenyatta de facto ein Einparteienstaat, doch Moi machte es mit einer Verfassungsänderung 1982 offiziell.

Seine lange Amtszeit (1978 bis 2002) wird heute vor allem mit der Zentralisierung der Macht, Menschenrechtsverletzungen und Korruptionsskandalen in Verbindung gebracht.

Moi wurde 1924 in der Region Baringo im Nordwesten Kenias geboren. Er gehörte den Kalenjin an, einer der größten Volksgruppen des Landes. Nach seiner schulischen Ausbildung arbeitete er erst als Lehrer, bevor er in die Politik wechselte. Moi war einige Jahre verheiratet und hatte acht Kinder.

Kurz vor Kenias Unabhängigkeit 1963 gründete er zusammen mit anderen die Partei Kenia Afrikanische Demokratische Union (KADU), um die Interessen der kleineren Volksgruppen zu vertreten. Nach der Unabhängigkeit schloss sich Moi allerdings doch der regierenden Kenia Afrikanischen Nationalunion (KANU) von Kenyatta an. Moi wurde 1967 zum Vizepräsidenten ernannt und übernahm nach Kenyattas Tod 1978 die Amtsgeschäfte.

Zunächst war Moi beliebt und genoss breite Unterstützung im Land. Ein Putschversuch einer Gruppe Soldaten der Luftwaffe im Jahr 1982 war jedoch wegweisend. Dank seiner engen Verbindungen mit dem Militär konnte der Coup unterdrückt werden. Dem langjährigen Oppositionsführer Raila Odinga wurde die Teilnahme an dem Putschversuch vorgeworfen, er wurde für sechs Jahre ohne Verfahren ins Gefängnis gesteckt.

Auch nach Mois Amtszeit sind die Konsequenzen seiner Präsidentschaft für viele noch zu spüren. Ngugi wa Thiong’o, einer von Kenias prominentesten Schriftstellern, schrieb 2013 in der "New York Times": "Die Kriecherei und Korruption seiner Ära sind noch immer in der politischen Kultur verwurzelt." dpa/FOTO: DPA

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