Nachdem er knapp drei Wochen aus der Öffentlichkeit verschwunden war, zeigten Staatsmedien am Wochenende Bilder von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un, wie er an einer Zeremonie zur Fertigstellung einer Düngemittelfabrik teilnimmt. FOTO: AFP
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Nachdem er knapp drei Wochen aus der Öffentlichkeit verschwunden war, zeigten Staatsmedien am Wochenende Bilder von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un, wie er an einer Zeremonie zur Fertigstellung einer Düngemittelfabrik teilnimmt. FOTO: AFP

Kim Jong Un kehrt zurück

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Pjöngjang/Seoul- Zwei Tage nach der überraschenden Rückkehr von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un in die Öffentlichkeit hat ein Zwischenfall an der Grenze des Landes zu Südkorea Besorgnis ausgelöst. Nach Angaben des südkoreanischen Militärs kam es am Sonntag zu einem Schusswechsel zwischen Soldaten beider Länder. Informationen über Verletzte lagen zunächst nicht vor.

Der Generalstab in Südkorea warf nordkoreanischen Soldaten vor, sie hätten am Morgen mehrere Schüsse auf einen südkoreanischen Grenzkontrollposten innerhalb der vier Kilometer breiten militärischen Pufferzone abgegeben. Südkoreanische Soldaten hätten das Feuer mit zwei Schusssalven erwidert. Über die bilateralen Kommunikationskanäle solle versucht werden, sich ein genaueres Bild von der Lage zu verschaffen und weitere Zwischenfälle zu vermeiden, hieß es.

Kim Jong Un war fast drei Wochen lang von der Bildfläche verschwunden gewesen. Dies hatte international für Spekulationen über eine schwere Erkrankung oder gar den möglichen Tod des Machthabers ausgelöst. Am Samstag berichteten die Staatsmedien, Kim habe am 1. Mai an einer Zeremonie zur Fertigstellung einer Düngemittelfabrik nördlich von Pjöngjang teilgenommen. Bilder zeigten ihn sichtlich gut gelaunt. Wo er in der Zwischenzeit war, blieb aber ungeklärt. Die offizielle nordkoreanische Zeitung "Rodong Sinmun" zeigte Fotos von Kim, wie er in einem dunklen Mao-Anzug ein rotes Band zerschneidet oder sich auf dem Fabrikgelände breit lächelnd im Kreis von Funktionären bewegt.

Die staatlich kontrollierten Medien hatten 20 Tage lang nicht mehr von öffentliche Aktivitäten Kims berichtet, der nach Angaben Südkoreas 36 Jahre alt ist. dpa

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