Johnson auf der Intensivstation

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London/Washington- Der britische Premierminister Boris Johnson ist wegen seiner COVID-19-Erkrankung auf die Intensivstation verlegt worden. Sein Zustand habe sich verschlechtert, bestätigte eine Regierungssprecherin am Montagabend der Deutschen Presse-Agentur in London. Johnson habe Außenminister Dominic Raab damit beauftragt, ihn zu vertreten, wo es notwendig sei, hieß es in einer offiziellen Mitteilung der Downing Street. Der 55-Jährige war am Sonntag in das St.-Thomas-Hospital gebracht worden. Er hatte seine Infektion mit dem neuartigen Erreger bereits am 27. März öffentlich gemacht. Zunächst arbeitete er isoliert im Regierungssitz weiter. In seinen Videobotschaften zur Pandemie gab er sich optimistisch, wirkte aber deutlich angeschlagen. Er sei auf Anraten seines Arztes "zu einigen Routinetests" ins Krankenhaus gegangen, hatte Johnson am Montagmorgen noch per Twitter mitgeteilt. Nach Angaben eines Regierungssprechers litt er unter Fieber und Husten. Einige britische Medien schreiben hingegen von einer schweren Erkrankung der Lunge. Auch Johnsons schwangere Verlobte Carrie Symonds verbrachte eine Woche mit Symptomen der Lungenkrankheit im Bett.

In den USA sind inzwischen über 10 000 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Die Zahl der bekannten Infektionen stieg bis Montagnachmittag auf rund 350 000. Die USA weisen unterdessen Vorwürfe zurück, sie hätten für die Berliner Polizei bestimmte Schutzmasken in die USA umgeleitet. Bei den Vorwürfen aus Berlin geht es um eine Lieferung von 200 000 Schutzmasken für die Berliner Polizei, die von der US-Firma 3M stammen soll. Sie war auf dem Flughafen Bangkok verschwunden. Innensenator Andreas Geisel hatte mitgeteilt, die Masken seien auf Betreiben der USA "konfisziert" worden, und von einem "Akt moderner Piraterie" gesprochen. Unterdessen erwartet Frankreich die schlimmste Rezession seit 1945. dpa

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