Johnson-Berater in Bedrängnis

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London- Krisenstimmung in der Downing Street: Der Druck auf den Johnson-Berater Dominic Cummings wegen angeblicher Verstöße gegen die Lockdown-Regeln in Großbritannien ist am Sonntag weiter gestiegen. Erstmals schlossen sich auch Abgeordnete der konservativen Regierungspartei den Rücktrittsforderungen an. Premierminister Boris Johnson hatte ihm noch am Samstagabend "volle Unterstützung" zugesagt. Seitdem wurden jedoch neue Vorwürfe bekannt.

Der britische Premierminister Boris Johnson hat seinen umstrittenen Chefberater in der Affäre um angebliche Lockdown-Verstöße verteidigt. Nach einem ausführlichen Gespräch mit Cummings sei er zu dem Schluss gekommen, dass dieser "den Instinkten eines jedes Vaters gefolgt" sei, sagte Johnson bei einer Pressekonferenz am Sonntag. Dem Wahlkampfstrategen wird vorgeworfen, mit einer Reise von London zu seinen Eltern ins rund 430 Kilometer entfernte Durham Ende März gegen die Lockdown-Regeln verstoßen zu haben. Jüngsten Berichten zufolge reiste er sogar mindestens zweimal dorthin. Johnson hatte die Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie am 23. März angekündigt. "Dominic Cummings muss gehen, bevor er Großbritannien, der Regierung, dem Premierminister, unseren Institutionen oder der Konservativen Partei noch mehr Schaden zufügt", schrieb der Tory-Abgeordnete und Erz-Brexiteer Steve Baker am Sonntag auf der Webseite "The Critic". dpa " Seite 4

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