Bis zu 16 Jahre Haft gefordert

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Istanbul- Im Prozess gegen den "Welt"-Korrespondenten Deniz Yücel in Istanbul hat die Staatsanwaltschaft eine Haftstrafe zwischen vier Jahren und drei Monaten und 15 Jahren und drei Monaten wegen "Volksverhetzung" und "Terrorpropaganda" gefordert. Dies berichteten türkische Medien am Donnerstag. Demnach findet die nächste Verhandlung am 2. April statt.

Yücel war am 14. Februar 2017 wegen seiner Artikel in der Türkei festgenommen worden. Der Haftrichter stützte sich unter anderem auf ein Interview Yücels mit einem Anführer der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), Cemal Bayik. Erst nach einem Jahr wurde Yücel freigelassen und konnte die Türkei verlassen. Sein Prozess begann in seiner Abwesenheit Ende Juni 2018.

Im Juni 2019 hatte das türkische Verfassungsgericht Yücels Inhaftierung für rechtswidrig erklärt. Sie hätte das "Recht auf persönliche Sicherheit und Freiheit sowie das Recht auf Meinungsfreiheit" verletzt, urteilten die Richter damals einstimmig. Yücels Anwalt forderte daraufhin einen Freispruch seines Mandanten. Diesem Antrag folgte das Gericht aber nicht. Vor Beginn der Verhandlung am Donnerstag hatte Reporter ohne Grenzen (ROG) erneut den Freispruch für den 46-Jährigen gefordert. AFP

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