Vereinte Nationen entsetzt

Italien will Rettung von Migranten bestrafen

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Rom (dpa). Die italienische Regierung will mit einem umstrittenen Dekret Hilfsorganisationen für die Rettung von Migranten auf dem Mittelmeer bestrafen. Private Schiffe, die mit Geretteten an Bord unerlaubt in italienische Hoheitsgewässer fahren, müssen demnach zwischen 10 000 und 50 000 Euro Strafe zahlen. Das Kabinett verabschiedete das Dekret am Dienstagabend. Die Vereinten Nationen und Nichtregierungsorganisationen (NGOs) sind entsetzt und halten die Maßnahmen für einen Verstoß gegen die Menschenrechte. Ungeachtet der neuen Regelung rettete die deutsche Hilfsorganisation Sea-Watch am Mittwoch wieder Menschen vor der libyschen Küste. Das Dekret geht auf den Chef der rechten Lega, Innenminister Matteo Salvini, zurück. Er will NGOs komplett von der Rettung von Migranten abhalten.

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