Italien öffnet das Land schrittweise

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Rom/Brüssel- Die italienische Regierung hat am Sonntag den Startschuss gegeben für ein schrittweises Ende der strengen Corona-Sperren. Das Land lockert ab dem 4. Mai eine Reihe von Beschränkungen und erlaubt den Bürgern zum Beispiel wieder mehr Sport im Freien und mehr Bewegungsmöglichkeiten in der eigenen Region. Das kündigte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Sonntagabend an.

Der Regierungschef sagte, dass im Mai Bewegungen innerhalb der eigenen Region unter Einhaltung von bestimmten Regeln möglich sein sollen. Fahrten in andere Regionen blieben zunächst weitgehend untersagt. Italiens Schulen bleiben bis zu den Sommerferien geschlossen, wie der Regierungschef sagte. Sie öffnen erst im September wieder.

Schon in der kommenden Woche sollen erste Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe, die für den Export produzieren, wieder loslegen dürfen, hieß es. Voraussetzung sei jedoch, dass sie ihre Beschäftigten vor Ansteckung schützen könnten. Italien registrierte seit Februar mehr als 26 600 Corona-Tote.

Die Corona-Krise wird nach Einschätzung der Europäischen Union von Russland und China unvermindert für Propaganda genutzt. Der Auswärtige Dienst der EU warnt in einem Bericht vor Gesundheitsgefahren für die Bevölkerung durch falsche Informationen. Trotzdem verbreiteten "offizielle und staatlich unterstützte Quellen verschiedener Regierungen, inklusive Russland und - in geringerem Maße - China, weiter in großem Umfang Verschwörungstheorien und Desinformation".

Die EU-Diplomaten stützen sich auf die Auswertung öffentlich zugänglicher Berichte aus dem laufenden Monat. Demnach verfolgen Kreml-freundliche Quellen und russische Staatsmedien zwei Ziele: Zum einen solle die EU-Reaktion auf die Pandemie untergraben werden; zum anderen solle Verwirrung über Ursprung und Auswirkungen des Virus gestiftet werden.

Der britische Premierminister Boris Johnson will derweil nach überstandener Covid-19-Erkrankung die Amtsgeschäfte wieder aufnehmen. Der 55-Jährige werde heute in den Regierungssitz zurückkehren, sagte eine Sprecherin. dpa

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