Immer mehr Länder suchen eigene Wege

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Berlin- Trotz der anstehenden Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Krise suchen immer mehr Bundesländer eigene Wege zurück zur Normalität. Niedersachsen will die Regeln für Schulen, Gastronomie und Hotels bis Ende Mai deutlich lockern. In Sachsen-Anhalt dürfen sich Bürger seit gestern bereits wieder zu fünft statt nur zu zweit in der Öffentlichkeit treffen. Nordrhein-Westfalen drohte zugleich mit einem Alleingang bei der Kita-Öffnung, sollte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) morgen mit den Ministerpräsidenten der Länder keinen einheitlichen Kurs finden.

Lockerungen in ganz Deutschland gab es schon gestern: Erstmals durften Friseursalons wieder aufmachen, Museen und Zoos ebenfalls. Und mehr Schüler als bislang konnten zurück in die Schulen. In Deutschland sind bis Montagnachmittag über 163 900 Infektionen (Vortag: 163 200) mit dem Virus registriert worden. Mindestens 6767 (Vortag: 6715) mit dem Erreger SARS-CoV-2 Infizierte starben bislang bundesweit. Das geht aus einer Auswertung der dpa hervor. Unterdessen sollen rund drei Millionen Antikörpertests gegen das neuartige Coronavirus noch im Mai vom Schweizer Pharmariesen Roche an Gesundheitseinrichtungen in Deutschland ausgeliefert werden. Der Test zeige, wer eine Corona-Infektion schon durchgemacht habe. In Deutschland könnten sich laut der sogenannten Heinsberg-Studie inzwischen möglicherweise 1,8 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben. Dies ergebe eine Schätzung auf der Grundlage einer Modellrechnung, teilte die Universität Bonn mit. Der neuartige Bluttest soll aufgrund seiner hohen Zuverlässigkeit auch helfen, Unklarheiten zur Dunkelziffer beseitigen.

Die "Autoländer" Niedersachsen, Bayern und Baden-Württemberg mit den Zentralen von VW, BMW und Daimler wollen unterdessen die schwache Nachfrage mit Kaufprämien für Autos wieder ankurbeln. dpa

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