Eskorte nach Afghanistan: 45 als Asylbewerber abgelehnte Afghanen werden von Polizeibeamten auf dem Flug von Leipzig nach Kabul begleitet (Archivbild). FOTO: DPA
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Eskorte nach Afghanistan: 45 als Asylbewerber abgelehnte Afghanen werden von Polizeibeamten auf dem Flug von Leipzig nach Kabul begleitet (Archivbild). FOTO: DPA

Hohe Storno-Quote

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Berlin- Durch "No-Name-Buchungen" und eine verbesserte Zusammenarbeit mit den Ländern will Bundespolizeipräsident Dieter Romann die Zahl der gescheiterten Abschiebungen reduzieren. Damit sich auch in Zukunft genügend Beamte als Freiwillige für die oft physisch und psychisch belastenden Rückführungen melden, sollen die Arbeitsbedingungen verbessert werden.

In einem Brief, den Romann im Januar an die Präsidenten der Bundespolizeidirektionen schickte, heißt es, die Bundespolizei stehe bei einer Anzahl von 246 000 Ausreisepflichtigen und etwa "600 000 Personen, bei denen die gerichtliche Entscheidung kurz bevorsteht, einer mit dem derzeitigen System nicht zu bewältigtenden Herausforderung gegenüber". Die Zahl der geplanten Rückführungen, die kurz vor dem Abflugtermin abgesagt würden, müsse reduziert werden. In einem internen Schreiben der Bundespolizei ist von einer Storno-Quote bei Rückführungen von über 50 Prozent die Rede. Damit künftig weniger Rückführungen abgesagt werden müssen, weil der ausreisepflichtige Ausländer nicht angetroffen wird oder nicht reisefähig ist, soll es nach den Vorstellungen der Behörde nun bis drei Stunden vor Abflug keine namentliche Zuordnung des Rückzuführenden zu einem Flug mehr geben. Den Ländern stehe es damit frei, am Flugtag auch andere als die zuvor eingeplanten Ausreisepflichtigen an die Bundespolizei zu übergeben. dpa

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