Hoffnung auf Schulden-Kompromiss gedämpft

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Brüssel/Washington/Ankara- Vor dem EU-Gipfel ist die Hoffnung auf einen raschen Kompromiss im Streit über gemeinsame Schulden für den Wiederaufbau nach der Corona-Krise gedämpft. Eine Lösung werde nicht binnen zwei Tagen zu finden sein, sagte ein EU-Vertreter mit Einblick in die Verhandlungen, die heute beginnen. "Das wird seine Zeit brauchen." Zu hoffen sei auf Fortschritte bis Juni oder Juli.

Die EU-Finanzminister hatten sich bereits grundsätzlich auf die Einrichtung eines Wiederaufbaufonds in Verbindung mit dem mittelfristigen Finanzrahmen der EU geeinigt. Das sei auch Konsens im Kreis der 27 Länder, sagte der EU-Vertreter. Allerdings gingen die Vorstellungen über die Ausgestaltung auseinander.

USA stoppen für 60 Tage Einwanderung

Die Begrenzung der Einwanderung in die USA wegen der Corona-Krise soll nach Angaben von US-Präsident Donald Trump zunächst für 60 Tage gelten. Der Schritt, den er am Dienstagabend präzisierte, betreffe im Wesentlichen jene, die sich um einen dauerhaften Aufenthalt mit einer Green Card bemühten. Jobs und medizinische Ressourcen würden nun für Amerikaner gebraucht, sagte der Präsident zur Begründung. Unterdessen soll das zur Entlastung der Krankenhäuser in der Corona-Krise nach New York City entsandte Lazarettschiff "USNS Comfort" der US-Marine wieder abgezogen werden. "Wir brauchen es nicht mehr", sagte der Gouverneur des Bundesstaates New York, Andrew Cuomo, am Dienstag (Ortszeit). Die Lage in den Kliniken habe sich etwas entspannt.

Auf dem langen Weg zurück in die Normalität hat die spanische Hauptstadt Madrid gestern die provisorische Leichenhalle im Eissportpalast wieder schließen können. Sie war vor knapp einem Monat wegen der vielen Corona-Toten eingerichtet worden. Deren Zahl sei gesunken. Wegen Corona hat das türkische Innenministerium das gemeinsame Fastenbrechen in großen Gruppen während des Ramadan untersagt. Massenveranstaltungen sowie Zelte, die in der Regel zum gemeinsamen Fastenbrechen (Iftar) aufgestellt werden, würden nicht genehmigt, teilte das Ministerium in Ankara am Mittwoch mit. Die Behörden behielten sich zudem vor, Straßen abzusperren. dpa

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