Ab heute kein Passierschein mehr in Frankreich

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Berlin/London/Paris- Nach den langen Corona-Wochen ist der Wunsch nach Rückkehr zur Normalität groß. Viele europäische Länder wagen heute weitere Schritte. Rund acht Wochen nach der Schließung dürfen am Montag Kindergärten und Schulen, Geschäfte, Restaurants und Museen in der Schweiz wieder öffnen. Sport bis zu fünft ist wieder erlaubt. Außer in Schulen sind überall Hygienemaßnahmen sowie Abstand vorgeschrieben. Möglichst soll man weiter von zu Hause arbeiten. Geschlossen bleiben bis Anfang Juni Kinos, Casinos, Schwimmbäder, Fitnesszentren und Campingplätze. Masken sind keine Pflicht.

Der britische Premierminister Boris Johnson hat am Sonntag für England eine vorsichtige Lockerung der Kontaktbeschränkungen angekündigt. Die Menschen werden nun nicht mehr dazu aufgerufen, zu Hause zu bleiben, sondern "wachsam" zu sein. Frühestens Anfang Juni könnten auch wieder Läden und Schulen schrittweise geöffnet werden.

Ab heute können die Menschen in Frankreich wieder ohne Passierschein vor die Tür. Für Sport oder Spaziergänge gibt es keine Beschränkungen mehr. Auch die Geschäfte sollen wieder öffnen. Restaurants und Bars bleiben zu. In Départements, die nicht so stark betroffen sind, dürfen Parks und Gärten wieder öffnen. Schrittweise sollen auch Schulen und Krippen wieder aufmachen.

In der Debatte über die in der Corona-Krise verhängten Grenzkontrollen wächst der Druck auf Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). Nach anderen Länderchefs verlangte auch der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), die Kontrollen an der deutsch-französische Grenzen möglichst schon Anfang nächster Woche aufzuheben. Spanien geht regional unterschiedlich vor: Die Balearen mit der Hauptinsel Mallorca, das Baskenland und andere Regionen beginnen "Phase 1" der Normalisierung. Hotels, Restaurants und Bars im Freien dürfen wieder öffnen. Die Hauptstadt Madrid und Barcelona bleiben in "Phase 0" mit strikter Ausgehsperre.

Keine größeren Veränderungen gibt es zu diesem Wochenanfang unter anderem in Italien, Österreich und Polen. dpa

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