Wer in Hessens Bussen und Bahnen das Tragen einer Maske verweigert, muss künftig sofort ein Bußgeld bezahlen. FOTO: DPA
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Wer in Hessens Bussen und Bahnen das Tragen einer Maske verweigert, muss künftig sofort ein Bußgeld bezahlen. FOTO: DPA

Hessen schärft Regeln nach

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Wiesbaden- Hessen verlängert alle Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie bis Ende Oktober. Dazuzählen etwa eine Maskenpflicht in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr oder Beschränkungen für Veranstaltungen mit größeren Teilnehmerzahlen. "Die Pandemie ist noch nicht vorbei", warnte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) gestern in Wiesbaden. Wer in Hessens Bussen und Bahnen das Tragen einer Maske verweigert, muss künftig sofort ein Bußgeld bezahlen.

Die Zahlen zur Ansteckung mit dem Coronavirus lägen derzeit auch in Hessen wieder höher, aber "eher im niedrigen Bereich", sagte Bouffier. Es gebe keinen Anlass für Alarmismus, aber auch nicht für einen Wechsel der bisherigen Linie, was die Corona-Maßnahmen betrifft. In Hessen ist die Zahl der festgestellten Ansteckungen mit dem Coronavirus binnen eines Tages um 132 gestiegen. Insgesamt seien damit 13 008 Fälle bestätigt, teilte das Sozialministerium gestern mit. 526 Menschen sind bisher in Hessen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Die deutschen Gesundheitsämter meldeten nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bis Mittwochabend bundesweit 1445 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages.

Veranstaltungen mit bis zu 250 Menschen in Hessen können weiterhin ohne besondere Genehmigung durch die Behörden, aber mit Hygienekonzept stattfinden. Die bisherigen Regelungen galten bis zum 16. August.

Weihnachsmärkte sollen stattfinden

Einige Regeln passt die hessische Landesregierung an. So verschärft sie die Bußgeldregeln für Maskenverweigerer in Bussen und Bahnen. Wer keine Abdeckung für Mund und Nase trägt, müsse künftig sofort 50 Euro Bußgeld bezahlen, sagte der stellvertretende Ministerpräsident und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne). Bislang galt die Regel, dass vorher einmal ermahnt wird, bevor ein Bußgeld fällig wird. Das Tragen einer sogenannten Alltagsmaske im Nahverkehr sei wichtig, da dort der Mindestabstand zu anderen Menschen nicht immer eingehalten werden könnte, sagte Al-Wazir. Kindergarten- und Schulkinder mit einem Schnupfen sollen künftig nicht mehr sofort nach Hause geschickt werden. Eine solche Maßnahme muss nur noch bei den für die Erkrankung mit Covid-19 typischen Symptomen wie Fieber, trockener Husten oder allgemeine Abgeschlagenheit ergriffen werden.

Grundsätzlich sollen Weihnachtsmärkte möglich sein, sagte Bouffier. Rechtlich sollten die Märkte wie andere Märkte behandelt werden, es müssten aber gewisse Regeln eingehalten werden. So sei etwa zwischen Essensständen und anderen Ständen zu trennen. Einzelne Kinderkarussells dürften fahren. dpa " Seite 7

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