In USA Grabenkämpfe um Masken

  • vonDPA
    schließen

Washington- Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den USA hat mit rund 77 300 gemeldeten Fällen wieder einen neuen alarmierenden Höchststand erreicht - und das Land trägt Grabenkämpfe um die Maskenpflicht aus. Im Bundesstaat Georgia geht der Gouverneur gegen eine von der Hauptstadt Atlanta verordnete Maskenpflicht vor. Die demokratische Bürgermeisterin Keisha Lance Bottoms habe mit der Verordnung ihre Kompetenzen überschritten, argumentierte der Republikaner Brian Kemp in einer am Donnerstag (Ortszeit) eingereichten Klage.

Gesichtsmasken, die Mund und Nase abdecken, sind Experten zufolge ein wichtiges Mittel zur Eindämmung der Virusausbreitung.

Am Donnerstag rief der US-Immunologe Anthony Fauci zum Tragen von Masken auf. US-Präsident Donald Trump zeigt sich so gut wie nie mit einer Maske in der Öffentlichkeit. Trump gibt zwar an, nicht gegen Masken zu sein. Allerdings sagte er kürzlich, er halte es für möglich, dass Menschen mit den Masken ihre Missbilligung für ihn zum Ausdruck bringen. Umfragen haben längst gezeigt, dass die Akzeptanz von Masken in den USA eine Frage der politischen Einstellung ist. Eine YouGov-Umfrage ergab Ende Juni, dass die meisten Demokraten (86 Prozent) eine Maskenpflicht unterstützen, während die meisten Republikaner (54 Prozent) diese ablehnen. In dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern haben sich bereits mehr als 3,5 Millionen Menschen nachweislich mit SARS-CoV-2 infiziert. Rund 138 000 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus.

Israel schließt Strände und Läden

Nach einem starken Anstieg der Corona-Infektionen setzt die israelische Regierung erneut auf Lockdown-Maßnahmen an den Wochenenden. Geschäfte, Einkaufszentren, Freiluftmärkte, Büchereien, Museen und Touristenattraktionen müssen geschlossen bleiben. Ausgenommen sind Lebensmittelläden und Apotheken. Ab kommendem Wochenende dürfen auch Strände nicht mehr betreten werden.

Unterdessen läuft beim Fleischverarbeiter Tönnies nach der vierwöchigen Stilllegung nun wieder der Betrieb im besonders vom Coronavirus betroffenen Zerlegebereich. Zunächst findet die Fleischverarbeitung am Hauptstandort Rheda-Wiedenbrück allerdings nur als Probelauf statt. Die Wiederaufnahme war am Freitag von mehreren Demonstrationen begleitet worden. dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare