Gelder sollen zügig bereitstehen

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Berlin/London/Budapest- Nun hat auch die britische Regierung weitreichende Ausgangsbeschränkungen beschlossen. Viele Briten reagierten gestern irritiert. Polizeichefs berichteten, dass sie eine Flut von Nachfragen bekämen, die sie nicht beantworten könnten. Trotz der Ausgangsbeschränkungen waren viele Londoner U-Bahnen gestern überfüllt.

In der zentralchinesischen Provinz Hubei, wo der Ausbruch des Coronavirus seinen Ausgang genommen hatte, sollen erste Beschränkungen wie Reiseverbote in Kürze aufgehoben werden.

Angesichts der Pandemie will sich Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban durch ein beispielloses Gesetz umfassende Vollmachten geben lassen.

US-Präsident Donald Trump will die Vereinigten Staaten nicht über lange Zeit stilllegen - aus Angst vor einer Rezession. "Wir müssen dieses Land öffnen", sagte Trump. "Wir müssen wieder an die Arbeit gehen." Er hoffe, dass die USA bis Ostern wieder im Normalbetrieb laufen könnten.

Sechs Millionen Masken weg

Deutschland, Italien, Spanien und andere Länder können auf Nachschub an dringend benötigter Schutzkleidung hoffen. Die für 25 EU-Staaten gemeinsam ausgehandelten Verträge zum Kauf etwa von Schutzmasken, Handschuhen, Brillen, Gesichtsschutz und Overalls seien unterschriftsreif, teilte die EU-Kommission gestern mit. Bei der Lieferung von sechs Millionen Schutzmasken nach Deutschland hat es indes eine Panne gegeben. Die Masken der Schutzstufe FFP 2 seien auf einem Flughafen in Kenia "spurlos verschwunden", berichtete der "Spiegel" gestern. Unterdessen hat Russland seine Hilfe für Italien verstärkt und liefert medizinische Ausrüstung.

Die geplanten Milliardenhilfen für die unter der Corona-Krise leidende Wirtschaft sollen nach Aussage von Wirtschaftsminister Peter Altmaier schnell bei den betroffenen Unternehmen ankommen. Der CDU-Politiker setzt darauf, dass die Gelder nach Beschlussfassungen in Bundestag und Bundesrat schon kommende Woche bereitstehen. Heute soll der Bundestag im Schnellverfahren mehrere Gesetzesvorhaben beschließen und auch eine Notfallregelung für die Schuldenbremse in Kraft setzen, die dem Bund neue Kredite in Höhe von 156 Milliarden Euro ermöglicht. Am Freitag soll der Bundesrat zustimmen.

Isolation und finanzielle Sorgen durch die Corona-Krise könnten zu mehr häuslicher Gewalt führen. Das sagte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) gestern. Umso wichtiger sei es für Opfer zu wissen, dass sie das Haus verlassen dürfen, um sich Hilfe zu holen. Auch telefonische Hilfe-Hotlines seien erreichbar. dpa

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