PRESSESTIMMEN ZUR BLUTTAT IN HANAU

"Gefahr gewachsen"

  • vonDPA
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Der Anschlag von Hanau nimmt am Freitag auch in internationalen Medien großen Raum ein: Ein Überblick:

" Guardian " (Großbritannien): "Angela Merkels bevorstehender Abschied von der Bühne bedeutet, dass eine Periode politischer Turbulenzen unvermeidlich ist. Doch während die erfolgreichste Partei der Nachkriegsära in Deutschland über ihre künftige politische Richtung nachdenkt, sollten die Ereignisse von Hanau all jenen stark zu denken geben, die versuchen möchten, die äußerste Rechte zu zähmen, einzubinden oder zu imitieren."

" El Mundo " (Spanien): "Die beiden Schießereien, bei denen am Mittwochabend in der deutschen Stadt Hanau elf Menschen ums Leben kamen, sind die tragische Folge des europaweiten Erwachens des Populismus und der extremen Rechten, die bei den europäischen Wählern immer mehr Unterstützung finden."

" Rzeczpospolita " (Polen): "Wenn jemand willkürlich auf Menschen schießt, die spät abends eine Kneipe besuchen, dann muss das kein Terrorismus sein. Aber in Hanau war es anders. Denn wenn der Schütze in sozialen Medien schreibt, dass er Fremde hasst und über die Liquidierung schlechterer Nationen spekuliert, dann ist er ein Terrorist. Ein rassistischer, rechtsextremer, flüchtlingsfeindlicher und vermutlich auch ... nationalistischer Terrorist."

" Rossijskaja Gaseta " (Russland): "Ganz Deutschland ist schockiert über die Tragödie in der Stadt Hanau mit ihren 100 000 Einwohnern in der Nähe der deutschen ›Wirtschaftshauptstadt‹ Frankfurt am Main ... In Deutschland wird schon lange über eine wachsende rechtsextreme Haltung gesprochen."

" Tages-Anzeiger " (Schweiz): "Die Gefahr ist aber auch gewachsen, weil rassistische Hetze in der Gesellschaft heute verbreiteter und sichtbarer ist als vermutlich jemals zuvor seit Bestehen der Bundesrepublik ... Bei PEGIDA in Dresden, bei den Neuen Rechten ... und auch bei manchem Politiker der Alternative für Deutschland werden Woche für Woche rassistische Parolen laut, die nicht viel weniger aggressiv und menschenverachtend tönen als jene des rechten Terroristen von Hanau."

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