Besuch der Gedenkstätte in Kiew für die Opfer der Atomkatastrophe von Tschernobyl. Bei der schlimmsten Atomkatastrophe in der zivilen Nutzung der Kernkraft am 26. April 1986 gab es Tausende Tote und Verletzte. FOTO: DPA
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Besuch der Gedenkstätte in Kiew für die Opfer der Atomkatastrophe von Tschernobyl. Bei der schlimmsten Atomkatastrophe in der zivilen Nutzung der Kernkraft am 26. April 1986 gab es Tausende Tote und Verletzte. FOTO: DPA

Gedenken an Opfer

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Tschernobyl- Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj hat mit einer Gedenkminute an die Opfer der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor 34 Jahren erinnert. Dabei legten er und einige Regierungsmitglieder in der Sperrzone an einem Denkmal Blumen für die damaligen Katas-trophenhelfer ab. "Die Tschernobyl-Katastrophe ist ohne Übertreibung ein Desaster von planetarem Maßstab", sagte Selenskyj einer Mitteilung zufolge.

In der verstrahlten Sperrzone in der Ex-Sowjetrepublik brennen seit fast drei Wochen Wälder und Grasflächen ab. Es sind die schwersten Brände seit Jahren. Am Jahrestag der Katastrophe versuchten mehr als 1000 Feuerwehrleute die immer wieder aufkommenden Brandherde zu löschen. Unterstützt wurden sie dabei von Hubschraubern. Mit schwerer Armeetechnik seien bisher etwa 1000 Kilometer Brandschutzschneisen geschaffen worden, hieß es. In der vergangenen Nacht hatte Regen die Löscharbeiten begünstigt.

Laut ukrainischen Behörden brannten bislang mehr als 11 000 Hektar Wald ab. Umweltschützer von Greenpeace gehen aber von einer weit aus größeren Fläche aus. Zudem befürchten sie, dass durch das Feuer radioaktive Teilchen aufgewirbelt und verbreitet werden könnten. dpa

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