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Energie-Krise: Habecks Energiepartnerschaft mit Katar ist geplatzt

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Von: Teresa Toth, Nail Akkoyun

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Gazprom soll einige Mengen Gas abfackeln, anstatt sie nach Deutschland zu liefern. Ein vielversprechender Energie-Deal mit Katar ist gescheitert.

Update vom Sonntag, 06. August, 10.12 Uhr: Während die Energiepreise für Verbraucher zunehmend steigen, profitieren Energieunternehmen von den hohen Preisen durch den Ukraine-Krieg. Immer mehr Menschen fordern daher eine Übergewinnsteuer, durch die übermäßige Krisengewinne von Unternehmen abgeschöpft werden können. Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Siegfried Russwurm, lehnt diesen Vorschlag deutlich ab. Der bürokratische Aufwand sei viel zu hoch und Gewinne seien ohnehin hoch besteuert. „Klüger wäre es, die staatlichen Ursachen für hohe Preise anzugehen“, so Russwurm.

Energie-Krise: Habecks Energiepartnerschaft mit Katar ist geplatzt

Update vom Samstag, 06. August, 16.25 Uhr: Der Gas-Deal mit Katar ist geplatzt. Im März reiste der Grünen-Chef Robert Habeck nach Doha, um dort mit Scheichs über eine Energiepartnerschaft zu sprechen – zunächst sag es nach einem Erfolg aus: „Großartigerweise“ sei eine Energiepartnerschaft fest vereinbart worden, verkündete Habeck nach seiner Reise. Der Gas-Deal mit Katar soll jedoch geplatzt sein, berichtet der Merkur.

 „Die Kataris haben sich entschieden, kein gutes Angebot zu machen“, soll der Wirtschaftsminister auf seiner Sommertour gesagt haben. „Und die Unternehmen, mit denen ich damals da war, haben sich im Moment woanders Gas besorgt.“ Das Bundeswirtschaftsministerium hat die Äußerungen von Habeck weder kommentiert noch bestätigt. Auch ist unklar, wie lange Habeck bereits weiß, dass Deal geplatzt ist.

Im März hatte sich Robert Habeck mit mehreren Scheichs getroffen, um über einen möglichen Energie-Deal zu sprechen.
Im März hatte sich Robert Habeck mit mehreren Scheichs getroffen, um über einen möglichen Energie-Deal zu sprechen. © Bernd von Jutrczenka/dpa

Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums ist die Bundesregierung aktuell mit zahlreichen Ländern im Austausch, die vorübergehend Gas oder Wasserstoff liefern könnten. Darunter etwa Norwegen, Kanada und die USA. Der Füllstand der deutschen Erdgasspeicher liegt momentan bei etwas mehr als 70 Prozent.

Energie-Krise: Gazprom fackelt Gas an Pipeline Nord Stream 1 ab

St. Petersburg – Während Russland weiterhin strikt behauptet, dass die reparierte Siemens-Turbine nicht eingesetzt und somit weniger Gas nach Deutschland geliefert werden kann, lassen Aufnahmen von einem Gazprom-Gelände nun anderes erahnen: Offenbar fackelt der Gas-Riese gezielt Teile des Gases, das eigentlich in die Bundesrepublik geliefert werden soll, an den Turbinen-Stationen bei Sankt Petersburg ab.

Wie Fotoaufnahmen vermuten lassen, fackelt der Konzern Gazprom derzeit Gas ab, anstatt es nach Deutschland zu liefern.
Wie Fotoaufnahmen vermuten lassen, fackelt der Konzern Gazprom derzeit Gas ab, anstatt es nach Deutschland zu liefern. © Dmitry Feoktistov/Imago

Dies zeigen Fotos, die von der finnischen Nachrichtenseite Yle veröffentlicht wurden und inzwischen auf Twitter kursieren. Auch welt.de berichtet über die Aufnahmen. Ein Foto, welches von finnischer Seite aufgenommen worden sein soll, zeigt eine meterhohe Stichflamme, die über Kilometer hinweg gesehen werden konnte.

Derzeit lässt sich die Echtheit der Aufnahmen nicht verifizieren, jedoch sprechen auch Daten der Nasa für die Theorie: Daten der US-Bundesbehörde für Raumfahrt und Flugwissenschaft zeigen, dass regelmäßig größere Feuer auf dem Gelände der Nord-Stream-1-Station zu sehen sind – allerdings erst seitdem Liefermengen für Deutschland von Gazprom gedrosselt wurden. (nak)

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