Viel Betrieb am Timmendorfer Strand. FOTO: DPA

Gästeansturm an den Küsten

Lübeck- Nach wochenlangem Corona-Lockdown endlich Urlaub und ab an die Küste: Mit dem Ferienbeginn in mehreren Bundesländern ist es an den deutschen Strandorten endgültig voll geworden. An den Stränden wimmelte es am Freitag von sonnenhungrigen Menschen, und wer etwa in den beliebten Orten an der Lübecker Bucht noch einen Strandkorb ergattern wollte, stand meist vor dem Schild: "Belegt".

In Hamburg, Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern haben die Sommerferien bereits begonnen. In Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen geht es jetzt richtig los. Es wird die erste große Reisewelle des Sommers erwartet, der ADAC rechnet mit teils langen Staus auf den Autobahnen.

Um zu großes Gedränge an den Stränden zu verhindern, haben etwa die Ostseebäder Scharbeutz, Sierksdorf, Neustadt, Pelzerhaken und Rettin eine Internet-Seite entwickelt, auf der sich Tagestouristen bald vorab über das Platzangebot an den Stränden informieren können. Zudem müssen die Strandkörbe überall in einem Corona-Abstand von 3,25 Metern stehen, was in einigen Fällen bedeutet, dass nicht so viele Strandkörbe vermietet werden können.

Der Kieler Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) machte sich am Freitag in Timmendorfer Strand ein Bild von der Lage. "Aus der Ferne betrachtet sieht der Strand schon sehr voll aus, aber wenn man näher ran geht, sieht man, dass die Menschen die nötigen Abstände mehrheitlich einhalten", bilanziert er.

In Deutschland ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro sieben Tage laut Robert Koch-Institut nach einem zwischenzeitlichen Anstieg wieder etwas gesunken. So gab das RKI die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz am Freitag mit 3,9 an (Datenstand 26.6., 0 Uhr). Das bedeutet, dass sich innerhalb von sieben Tagen knapp vier von 100 000 Einwohnern angesteckt haben. dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare