Die im U-Boot-Geschäft starke Werft Thyssenkrupp Marine Systems in Kiel bleibt außen vor. Das neue Mehrzweckkampfschiff soll unter Federführung der niederländischen Damen-Werft vor allem bei Blohm und Voss in Hamburg realisiert werden. FOTO: DPA
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Die im U-Boot-Geschäft starke Werft Thyssenkrupp Marine Systems in Kiel bleibt außen vor. Das neue Mehrzweckkampfschiff soll unter Federführung der niederländischen Damen-Werft vor allem bei Blohm und Voss in Hamburg realisiert werden. FOTO: DPA

Weg frei für Milliardenprojekt

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Berlin- Im Streit über die Vergabe des Milliardenauftrags für die geplanten deutschen Mehrzweckkampfschiffe sind die Hürden nun aus dem Weg geräumt. Die im Bieterverfahren unterlegene Kieler Werft German Naval Yards zog einen Nachprüfungsantrag bei der Vergabekammer des Bundes zurück.

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hofft noch vor der Sommerpause auf grünes Licht des Bundestages für die Pläne, wie die CDU-Chefin am Freitag erklärte.

Mit dem "MKS 180" will das Verteidigungsministerium ein neuartiges Mehrzweckkampfschiff anschaffen, das von der Marine als "Allzweckwaffe" bezeichnet wird. Für die Beschaffung von vier Schiffen sind insgesamt 5,27 Milliarden Euro veranschlagt. Es ist der größte Marineauftrag dieser Art in der Geschichte der Bundeswehr, und er soll - ein Novum - unter Federführung der niederländischen Damen-Werft vor allem bei Blohm und Voss in Hamburg realisiert werden.

Kritik kam am Freitag von der Linken. "Wer mitten in der Krise für vier Kampfschiffe fünf Milliarden Euro verpulvern will, hat die Dimension der Krise nicht verstanden", meinte Linksfraktionschef Dietmar Bartsch. dpa

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