Frankreich verlängert Ausgangssperre

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Paris/London/Washington- Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die strengen Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen Covid-19 um einen Monat bis zum 11. Mai verlängert. Es gebe Hoffnung, sagte Macron am Montagabend in einer Fernsehansprache. Aber in der Region Grand Est oder im Großraum Paris seien die Krankenhäuser überlastet. Der Präsident bedankte sich bei allen, die sich an die Regeln halten. Er wisse, dass dies noch schwieriger sei, wenn man in einer engen Wohnung lebe. Der 11. Mai als Ende der Ausgangsbeschränkungen sei aber nur möglich, wenn sich die Menschen weiter verantwortungsbewusst verhalten, warnte Macron. Ab dann sollen Schulen und Kitas schrittweise wieder öffnen. Restaurants, Cafés oder Hotels sollen vorerst geschlossen bleiben. Auch Senioren oder chronisch Kranke sollen dann weiter zu Hause bleiben. Ab dem 11. Mai solle es genug Kapazitäten geben, um alle Menschen mit Symptomen zu testen. Wer das Virus hat, solle dann in Quarantäne. Die strengen Regeln gelten bereits seit dem 17. März.

US-Präsident Donald Trump möchte die USA schnellstmöglich wieder in den Normalbetrieb versetzen. Das öffentliche Leben steht wegen der Krise in weiten Teilen still, was der Wirtschaft extrem zu schaffen macht. Der Immunologe und Trump-Berater Anthony Fauci hält eine Rückkehr zur Normalität allenfalls schrittweise und mit regionalen Abstufungen für möglich. Die USA haben inzwischen in absoluten Zahlen weltweit die meisten Toten durch die Corona-Epidemie zu verzeichnen: Über 22 000 Menschen starben bis zum Ostermontag im Zusammenhang mit dem Virus.

In Spanien dürfen Hunderttausende Menschen wieder zur Arbeit gehen. Einen Hoffnungsschimmer gab es auch aus Italien, wo am Ostersonntag 431 Corona-Tote binnen 24 Stunden registriert wurden. So niedrig war der Anstieg seit Längerem nicht gewesen. Insgesamt starben in dem Land seit Februar 19 899 Menschen im Zusammenhang mit der Covid-19-Krankheit, wie der Zivilschutz mitteilte.

Von einem "düsteren Tag" sprach der britische Gesundheitsminister Matt Hancock. Die Corona-Todeszahlen hatten am Wochenende die 10 000er-Marke übersprungen. Experten rechnen mit einer hohen Dunkelziffer, da vor allem viele Opfer in Seniorenheimen noch nicht erfasst sind. Viele Experten fürchten, dass das Gesundheitssystem der Krise nicht standhalten werde. Aber zumindest der an Covid-19 erkrankte Premierminister Boris Johnson hat seine schwere Erkrankung überstanden. Er konnte das Krankenhaus verlassen. dpa

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