Heinz-Christian Strache, Chef der rechtspopulistischen FPÖ in Österreich.
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Heinz-Christian Strache, Chef der rechtspopulistischen FPÖ in Österreich.

Außergerichtliche Einigung

FPÖ-Chef Strache spendet 9000 Euro für Flüchtlingshilfe

Wien - Ausgerechnet Heinz-Christian Strache, Chef der rechtspopulistischen FPÖ in Österreich, spendet 9000 Euro für die Flüchtlingshilfe. Allerdings nicht ganz freiwillig.

Immer wieder macht die rechtspopulistische FPÖ in Österreich Stimmung gegen Flüchtlinge, nun hat ausgerechnet Parteichef Heinz-Christian Strache 9000 Euro für die Flüchtlingshilfe gespendet. Allerdings geschah dies offensichtlich nicht freiwillig: Die Zahlung sei im Zuge einer außergerichtlichen Einigung mit einem Fotografen erfolgt, teilte ein FPÖ-Sprecher am Freitag mit.

Strache hatte behauptet, dass eine Aufnahme des Fotografen Jürg Christandl von Asylwerbern bei einer FPÖ-Protestaktion gestellt gewesen sei. "Eine genaue Überprüfung des Sachverhaltes hat nunmehr ergeben, dass diese Behauptung unwahr ist", erklärte Strache nun auf Facebook. "Ich ziehe diese hiermit mit dem Ausdruck des Bedauerns zurück."

Zuvor hatte Christandl gegen den FPÖ-Chef geklagt. Im Zuge der außergerichtlichen Einigung überwies Strache auch 9000 Euro an die Flüchtlingshilfe des Roten Kreuzes.

Das Foto hatte Christandl im Juni vergangenen Jahres bei einer Protestaktion der Freiheitlichen vor einem Flüchtlingsquartier in Wien aufgenommen. Auf ihm sind ein Flüchtlingskind und zwei erwachsene Flüchtlinge vor FPÖ-Anhängern zu sehen, die "Nein zum Asylantenheim"-Schilder hochhalten.

Wahl-Debakel für Österreichs Regierungsparteien bei Präsidentschaftswahlen

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Norbert Hofer (R) von der FPÖ, Irmgard Griss und der Grüne Alexander Van der Bellen nach Bekanntgabe de Ergebnisse. Foto: Christian Bruna
Norbert Hofer (R) von der FPÖ, Irmgard Griss und der Grüne Alexander Van der Bellen nach Bekanntgabe de Ergebnisse. Foto: Christian Bruna © Christian Bruna
FPÖ-Kandidat Norbert Hofer bekam rund 35 Prozent der Stimmen und lag damit weit vor den anderen Kandidaten. Foto: Filip Singer
FPÖ-Kandidat Norbert Hofer bekam rund 35 Prozent der Stimmen und lag damit weit vor den anderen Kandidaten. Foto: Filip Singer © Filip Singer
Der ehemalige Chef der österreichischen Grünen, Alexander Van der Bellen. Der 72-Jährige ist Wirtschaftsprofessor und bekennender Raucher. Foto: Lisi Niesner
Der ehemalige Chef der österreichischen Grünen, Alexander Van der Bellen. Der 72-Jährige ist Wirtschaftsprofessor und bekennender Raucher. Foto: Lisi Niesner © Lisi Niesner
Die unabhängige Ex-Richterin Irmgard Griss überzeugte 19 Prozent der Wähler. Foto: Christian Bruna
Die unabhängige Ex-Richterin Irmgard Griss überzeugte 19 Prozent der Wähler. Foto: Christian Bruna © Christian Bruna
Norbert Hofer (R) und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache bei der abschließenden Wahlveranstaltung am vergangenen Freitag in Wien. Foto: Christian Bruna
Norbert Hofer (R) und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache bei der abschließenden Wahlveranstaltung am vergangenen Freitag in Wien. Foto: Christian Bruna © Christian Bruna
Am 22. Mai werden 6,4 Millionen Österreicher endgültig über das neue Staatsoberhaupt abstimmen. Foto: Christian Bruna
Am 22. Mai werden 6,4 Millionen Österreicher endgültig über das neue Staatsoberhaupt abstimmen. Foto: Christian Bruna © Christian Bruna
Für SPÖ und ÖVP wurde die Präsidentenwahl zum Debakel. Foto: Daniel Karmann
Für SPÖ und ÖVP wurde die Präsidentenwahl zum Debakel. Foto: Daniel Karmann © Daniel Karmann

AFP

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