46 Fälle in Bayern weiter offen

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München/Berlin- Im Zuge der Probleme an bayerischen Corona-Teststationen sind immer noch nicht alle positiv Getesteten gefunden: Von 46 fehlte auch gestern noch jede Spur. 903 mit dem Coronavirus Infizierte hat man inzwischen ausfindig gemacht, davon bis Sonntagmittag auch 844 informiert. Bei 46 sei dies bisher nicht gelungen, teilte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) mit. Wie viele der positiv Getesteten aus Bayern kommen und wie viele aus dem übrigen Bundesgebiet blieb zunächst unklar.

Zuvor kam es immer wieder zu Verzögerungen bei der Bekanntgabe der Zahl der positiv Getesteten, die ihr Ergebnis noch nicht erfahren haben.

Aktuell können sich Rückkehrer aus Risikogebieten kostenlos testen lassen. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) verteidigte die Regelung. Er sagte, Tests, die etwas kosten, versuchten manche Reisende möglicherweise zu vermeiden. Doch sollten die Tests wahrgenommen werden. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller forderte, Reiserückkehrer aus Risikogebieten an den Kosten zu beteiligen.

Ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministeriums sagte, Minister Karl-Josef Laumann (CDU) habe wiederholt deutlich gemacht, "dass derjenige, der in ein Risikogebiet reist, auch wissen muss, was er da tut, und sich über die Konsequenzen bewusst sein muss. Die Kosten dürfen auf Dauer nicht allein der Solidargemeinschaft aufgebürdet werden".

Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen in Deutschland bleibt derweil hoch. Zwar meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) am Sonntagmorgen deutlich weniger neue Ansteckungen als an den beiden Tagen zuvor. Das war aber zu erwarten, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten übermitteln. Die Gesundheitsämter hatten dem RKI jüngst 625 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden übermittelt.

Am Freitag und am Samstag hatte das Robert-Koch-Institut jeweils mehr als 1400 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. dpa " Seiten 3 u. 4

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