Entlastung für Familien

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Berlin- Vor zweieinhalb Jahren hatten CDU/CSU und SPD im Koalitionsvertrag vereinbart, das Kindergeld um monatlich 25 Euro anzuheben. Nach einer Erhöhung um zehn Euro im vergangenen Sommer sollen ab dem kommenden Jahr nun weitere 15 Euro dazukommen. Das ist ein zentraler Baustein des Familienentlastungsgesetzes, welches das Kabinett gestern auf den Weg gebracht hat.

Wenn Bundestag und Bundesrat den Gesetzesplänen zustimmen, werden Familien in Deutschland nach Angaben von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) um jährlich rund zwölf Milliarden Euro entlastet. Darüber hinaus ist eine Reihe von weiteren steuerlichen Entlastungen vorgesehen. Der Überblick:

Familien:Das Kindergeld steigt für das erste und zweite Kind ab Januar auf 219 Euro pro Monat, für das dritte Kind auf 225 Euro und ab dem vierten Kind auf 250 Euro. Darüber hinaus soll der Kinderfreibetrag bei der Steuer um mehr als 500 Euro auf 8388 Euro angehoben werden.

Einkommensteuer:Alle Steuerzahler sollen finanziell entlastet werden. So wird der Grundfreibetrag, auf den keine Steuern gezahlt werden müssen, zum kommenden Jahr von 9408 Euro auf 9696 Euro angehoben. Die Grenze, von der an der 42-prozentige Spitzensteuersatz verlangt wird, steigt von 57 052 Euro auf 57 919 Euro.

Behinderte:Bei Steuerzahlern mit einer Behinderung werden die ihnen zustehenden Pauschbeträge verdoppelt und die steuerlichen Nachweispflichten vereinfacht - etwa beim Nachweis bestimmter Fahrtkosten. Der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Jürgen Dusel, erklärte, viele Betroffene hätten wegen ihrer Behinderung höhere Aufwendungen. "Durch Steuererleichterungen werden diese abgemildert."

Pflege:Die Pflege von Angehörigen soll steuerlich stärker begünstigt werden. Der Pflege-Pauschbetrag für die beiden höchsten Pflegestufen soll den Regierungsplänen zufolge auf 1800 Euro pro Jahr angehoben und damit nahezu verdoppelt werden. Bei den niedrigeren Pflegestufen zwei und drei, die bisher nicht bedacht wurden, wird künftig ein Pauschbetrag von 600 beziehungsweise 1100 Euro gewährt. dpa

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