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Deutschlands Positionen weichen auf

  • vonDPA
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Mit Blick auf den Video-Gipfel der EU-Staaten am Donnerstag und die Forderung des italienischen Regierungschefs Giuseppe Conte nach neuen Hilfsinstrumenten zur Finanzierung der Corona-Krisenfolgen schreibt die Zeitung "La Repubblica" am Dienstag:

"Bei den Finanzinstrumenten, die den schwächeren Ländern - vor allem Italien und Spanien - helfen sollen, ist das Spiel offen. Neu ist, dass in Deutschland, wo Eurobonds nach wie vor tabu sind, viele vorher harte Positionen flexibler werden. … Grund ist nicht ein gutes Herz, sondern die Überzeugung - die sogar der König der Falken, Bundesbankpräsident (Jens) Weidmann, teilt -, dass ein zusammenbrechendes Italien das gesamte Europa der Einheitswährung destabilisieren würde. Daraus folgt, dass die Mission des italienischen Ministerpräsidenten auf dem Gipfel nicht so schwer umsetzbar ist, jedenfalls so lange sie an den Ambitionen gemessen wird. Es dürfte nicht nötig werden, ein Veto einzulegen, die Bedrohung ist viel weniger stark, als es manche Interpretationen in den Medien vermuten lassen. Ohnehin geht es für Conte in Wirklichkeit vor allem darum, (als Regierungschef) im Palazzo Chigi zu überleben." dpa

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