Debatte um Maskenpflicht an Schulen

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Schwerin/Berlin- Nach den Sommerferien starten die Schüler in Mecklenburg-Vorpommern und auf einigen Inseln in Schleswig-Holstein heute als erste bundesweit ins neue Schuljahr. Weitere Bundesländer folgen in den nächsten Tagen mit dem Schulalltag unter Corona-Bedingungen. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) sprach sich für eine Maskenpflicht in Schulgebäuden aus. Auch der Städte- und Gemeindebund setzt auf das Tragen von Masken an Schulen.

Es sei zwar nachvollziehbar, "wenn Länder auf Abstandsregeln in den Schulen verzichten wollen, weil die räumlichen Bedingungen ansonsten nur eingeschränkt Präsenz- unterricht zulassen würden", sagte Karliczek. "Dennoch wird der Präsenzunterricht nur dann funktionieren können, wenn weitere Regelungen zur Hygiene, zum Tragen von Schutzmasken sowie zum Abstandhalten auf dem Schulhof und auf den Fluren strikt eingehalten werden."

Der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, sagte, gerade an Schulen seien Abstandhalten, Maskenpflicht "so weit wie nötig" und regelmäßige Handhygiene die einzigen Mittel zum Schutz der eigenen Person und anderer.

Mehrere Bundesländer wie Berlin, Bayern und Baden-Württemberg haben bereits angekündigt, im Kampf gegen das Coronavirus eine Maskenpflicht in Schulgebäuden einzuführen. Sie soll jedoch nicht im Unterricht gelten. In anderen Ländern wie Nordrhein-Westfalen ist von freiwilligen Maskengeboten die Rede, oder es liegt - wie in Hessen oder Sachsen - im Ermessen der Schulen.

Heute starten fast 153 000 Schülerinnen und Schüler in Mecklenburg-Vorpommern ins neue Schuljahr. Für sie soll es trotz wieder steigender Infektionszahlen wieder täglichen Unterricht geben. Bereits am Samstag wurden rund 13 900 Erstklässler eingeschult. Bei Veranstaltungen lernten sie ihre Lehrerin oder ihren Lehrer kennen und nahmen erstmals im Klassenzimmer Platz.

Weil etwa 400 der 13 000 Lehrer aufgrund ihres hohen Risikos für einen schweren Verlauf einer Covid-19-Erkrankung weiter im Homeoffice arbeiten, muss der Präsenzunterricht auch weiter teilweise durch Fernunterricht ergänzt werden, so das Bildungsministerium. dpa

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