US-Präsident Donald Trump will trotz Corona eine reale G7-Zusammenkunft.
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US-Präsident Donald Trump will trotz Corona eine reale G7-Zusammenkunft.

"Jetzt, wo unser Land 'zur Großartigkeit zurückkehrt'...“

G7-Videoschalte wegen Corona? Trump hält das wohl nicht für nötig - Merkel reagiert reserviert

Sollen sich die Vertreter der reichsten Industrienationen trotz Corona persönlich treffen? Trump hält das für eine gute Idee - Angela Merkel reagiert reserviert.

  • Wegen der Corona-Pandemie* werden weltweit Großveranstaltungen abgesagt.
  • Auch der G7-Gipfel in den USA war als Videoschalte geplant - als Schutzmaßnahme.
  • US-Präsident Donald Trump* scheint das nicht zu kümmern - er prescht vor.

Washington - Obwohl die USA von der Corona-Pandemie* schwerstens getroffen sind, versucht US-Präsident Donald Trump seit Wochen, Zuversicht zu verbreiten. Nun erwägt er sogar, den kommenden G7-Gipfel als reales Treffen und nicht per Videoschalte abzuhalten. 

Trump twitterte, da sich das Land von der Corona-Krise* erhole, denke er darüber nach, die Zusammenkunft am ursprünglich geplanten Termin oder an einem „ähnlichen Datum“ in Camp David, dem Landsitz des US-Präsidenten*, zu veranstalten. Dies wäre ein „großartiges Signal der Normalisierung“, erklärte er. Die anderen Länder starteten auch bereits ihr Comeback. Kanzlerin Angela Merkel* (CDU) äußerte sich betont zurückhaltend zu Trumps* Vorstoß.

Reales G7-Gipfel trotz Corona? Macron und Trudeau für Idee offen

Die US-Regierung hatte im März das für Mitte Juni in den USA geplante Gipfeltreffen der sieben führenden Wirtschaftsnationen wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt und stattdessen eine Videokonferenz angesetzt. Der Gipfel hätte den ursprünglichen Plänen nach vom 10. bis 12. Juni in Camp David stattfinden sollen. Was genau nun aus der Zusammenkunft wird, ist nach Trumps Tweet offen.

Der US-Präsident ist 2020 Gastgeber des G7-Gipfels und konnte damit den Ort auswählen. Zu der „Gruppe der Sieben“ gehören neben den USA Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada und Japan. Wie am Abend aus Kreisen des Pariser Élyséepalastes verlautete, ist Frankreichs Präsident Emmanuel Macron* willens, nach Camp David zu reisen, falls die Gesundheitsbedingungen es erlaubten. In den Kreisen wurde die „Bedeutung der G7 bei der Antwort auf die Krise“ hervorgehoben. Auch Kanadas Premier Justin Trudeau zeigte sich offen für eine Diskussion über ein persönliches Treffen in den USA.

In Corona-Pandemie Trump persönlich treffen? Merkel: „Ich werde auf jeden Fall...“

Merkel ließ offen, ob sie einer Einladung Trumps zu einem realen G7-Treffen in wenigen Wochen folgen würde. In welcher Form auch immer dieses Treffen stattfinde, „ob als Videokonferenz oder anders, ich werde auf jeden Fall für den Multilateralismus kämpfen. Das ist ganz klar. Sowohl bei G7 als auch bei G20“, sagte Merkel in Berlin.

Auf die Nachfrage, ob sie bei einer Einladung Trumps zu einem Treffen der G7 in die USA reisen würde, entgegnete Merkel: „Ich wollte das sagen, was ich gesagt habe. Das Weitere warten wir einfach mal ab. Ich habe meine Worte mit Bedacht gewählt.“

Trotz Corona real in Camp David treffen - ginge das überhaupt?

Nach Angaben des Weißen Hauses brachte Trump das Thema am Mittwoch auch in einem Telefonat mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron auf. Trump habe deutlich gemacht, dass er sich auf eine baldige Zusammenkunft der G7 freue, hieß es.

Bislang gelten allerdings strenge Reisebeschränkungen* zwischen den USA und Europa, was Fragen zur Machbarkeit eines baldigen persönlichen Gipfeltreffens aufwirft. Ohnehin sind Gipfeltreffen wie der G7 ein gewaltiger logistischer Kraftakt. Ob es möglich wäre, in so kurzer Zeit nun doch eine persönliche Zusammenkunft großer Delegationen aus den G7-Staaten auf die Beine zu stellen, finden Beobachter höchst fraglich.


dpa/AFP/frs

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