Wahl-Umfragen in Zeiten von Corona

Ewig-Rekord von Stoiber geknackt: Markus Söder so beliebt wie kein Politiker zuvor

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Deutschlands Politiker befinden sich in Zeiten der Corona-Pandemie im Krisenmodus. Derweil zeigen neueste Umfragen die politische Lage in der Bundesrepublik.

Update vom 9. April 2020: Aus Krisenzeiten können Politiker auf zweierlei Arten hervortreten - gescheitert oder triumphierend. Auf Markus Söder trifft in Zeiten des Coronavirus aktuell zweifelsohne Zweiteres zu. Der bayerische Ministerpräsident ist aktuell der beliebteste Politiker in der Geschichte des Landes.

Der CSU-Politiker erreichte laut „Bayerntrend“ des Bayerischen Rundfunks bei den Zufriedenheitswerten für Politiker gar einen historischen Rekord. Gegenüber Januar konnte Söder seine Beliebtheitswerte im Freistaat um 27 Prozentpunkte auf 94 Prozent in die Höhe katapultieren.

Noch nie sei im „ARD-Deutschlandtrend“ oder in Erhebungen der jeweiligen Bundesländer für einen Bundes- oder Landespolitiker ein höherer Wert ermittelt worden, erklärte der Sender. Söder übertraf damit auch deutlich den bisherigen Rekord seines politischen Ziehvaters Edmund Stoiber in Bayern, der 2003 bei 75 Prozent Zustimmung gelegen hatte.

Einer weiteren Umfrage zufolge ist Markus Söder der Wunschkandidat der meisten Menschen für die Nachfolge von Kanzlerin Angela Merkel.

Darüber hinaus scheint die Bevölkerung auktuell mit der Arbeit der Bundesregierung zufrieden zu sein. Im „ZDF-Politikparometer“ bescheinigten stolze 88 Prozent der Groko ein gutes Management der Corona-Krise.

Wahl-Umfragen inmitten der Corona-Krise: Söder mit historischem Rekordwert - SPD wieder vor den Grünen

Erstmeldung vom 5. April 2020: Berlin - In Zeiten der Corona-Pandemie ist Krisenmanagement besonders gefragt. Die handelnden Politiker stehen dabei unter größerer Beobachtung als im gewöhnlichen politischen Alltag. Die Krise bietet dabei auch die Gelegenheit, die eigene Partei zu stärken - oder im Negativfall zu schwächen. 

Wahl-Umfragen in Zeiten der Corona-Krise: Söder prescht hervor

Ersteres beweist derzeit Markus Söder (CSU). Der bayerische Ministerpräsident scheint in diesen Tagen mit seinen Entscheidungen besonders hervorzutreten. Neuesten Umfragen des Meinungsforschungsinstitut „Insta“ zufolge bringt dies dem CSU-Mann einen Rekordwert. Niemals zuvor hatte ein Politiker in der Umfrage, die seit Januar 2019 eingeführt wurde, einen höheren Zuspruch als Söder. Kommt Söder daher sogar als Kanzlerkandidat infrage? 

Weil die Bewältigung der Corona-Krise allen voran Aufgabe der handelnden Regierung bestehend aus Union und SPD ist, ist es für die Opposition derzeit schwierig, ihre Partei voranzutreiben. Das spiegelt sich auch in den neuesten Umfragewerten wider. Die Grünen verlieren und spüren die SPD mittlerweile wohl nicht mehr nur im Nacken.

Wahl-Umfragen in Zeiten der Corona-Krise: SPD zieht an Grünen vorbei - Union klar an der Spitze

Die SPD hat sich im RTL/ntv-„Trendbarometer“ erstmals seit September 2018 an den Grünen auf Platz zwei vorbeigeschoben. Im Vergleich zur Vorwoche legten die Sozialdemokraten nach der am Samstag veröffentlichten Umfrage einen Punkt auf 17 Prozent zu, während die Grünen einen Punkt einbüßen mussten (16 Prozent). Deutlich auf Platz eins blieben CDU und CSU, die einen Punkt hinzugewannen und nun auf 37 Prozent kamen.

AfD (9 Prozent), Linke (8 Prozent) und FDP (6 Prozent) blieben demnach unverändert. Die Union könnte derzeit sowohl mit der SPD als auch mit den Grünen eine Regierung bilden.

Eine im Auftrag der Bild am Sonntag durchgeführte Umfrage kommt zu einem ein wenig differenziertem Bild. Demnach liegen SPD und Grüne mit jeweils 18 Prozentpunkten gleichauf. Die Union kommt in der von Kantar durchgeführten Studie auf lediglich 33 Prozent, die AfD auf 11, Linke auf 9 und FDP auf 6 Prozent.

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Rubriklistenbild: © dpa / Peter Kneffel

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