Jens Spahn äußert sich vor der Presse über die neuesten Entwicklungen in der Corona-Pandemie. (Archivfoto)
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Jens Spahn äußert sich vor der Presse über die neuesten Entwicklungen in der Corona-Pandemie. (Archivfoto)

Pandemie

Astrazeneca-Priorisierung aufgehoben – Spahn rechnet mit Biontech-Zulassung für Kinder

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    Tobias Utz
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Auf einer Pressekonferenz hat sich Gesundheitsminister Jens Spahn zum Astrazeneca-Impfstoff und zu Corona-Impfungen von Kindern und Jugendlichen geäußert.

+++ 18.20 Uhr: Die Pressekonferenz mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist beendet.

+++ 18.15 Uhr: „Man muss immer auch schauen, was ein solcher Impfstoff im Körper von jemandem macht, der noch im Wachstum ist“, sagt Spahn. Daher seien entsprechende Studien „komplexer als manche Erwachsenen-Studien“. Besonders für jüngere Kinder brauche es weitere wissenschaftliche Erkenntnisse.

+++ 18 Uhr: Jetzt spricht Spahn über das Impfangebot für Kinder und Jugendliche und erklärt, dass der Impfstoff von Biontech/Pfizer für die 12- bis 18-Jährigen freigegeben werden soll. Dazu bräuchte es allerdings erst eine entsprechende Zulassung. Damit rechnet der Gesundheitsminister allerdings im Juni.

+++ 17.56 Uhr: Die Entscheidung, dass für vollständig Geimpfte Lockerungen gelten, sei laut Spahn „wichtig und richtig“. Damit dies in Zukunft für mehr Menschen möglich ist, sei die Aufhebung der Priorisierung für Astrazeneca ein erheblicher Faktor.

+++ 17.53 Uhr: Die Pressekonferenz von Jens Spahn hat mittlerweile begonnen. Dabei erklärt der Bundesgesundheitsminister, dass die Priorisierung des Astrazeneca-Impfstoffs vollständig aufgehoben wird: „Das heißt, die Ärzte entscheiden, wer wann und mit welchem Impfstoff dran ist“, so der CDU-Politiker.

+++ 17.50 Uhr: Scheinbar verschiebt sich das Statement des Bundesgesundheitsministers noch etwas. Allerdings möchte Spahn laut merkur.de nicht nur über die Impfungen von Kindern und Jugendlichen sprechen, sondern auch etwas zur Impfpriorisierung des Astrazeneca-Impfstoffs sagen.

+++ 16.15 Uhr: Gegen 17.30 Uhr will sich Gesundheitsminister Jens Spahn zu den Plänen der Corona-Impfungen für Kinder äußern. Ein Pressestatement des CDU-Politikers wird erwartet.

+++ 16.05 Uhr: Die Familienministerkonferenz von Bund und Ländern hat sich für eine möglichst schnelle Impfung von Jugendlichen nach einer Zulassung von Impfstoffen für Zwölf- bis 15-Jährige ausgesprochen. „Wenn der Impfstoff zugelassen ist, dann müssen wir alles daran setzen, dass sehr, sehr zügig geimpft werden kann“, sagte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) am Donnerstag (06.05.2021). Die Familienministerkonferenz unterstütze all Bemühungen, ab dem Sommer dieses Jahres auch Kinder ab zwölf Jahren zu impfen.

Die Zulassung eines Impfstoffs für Zwölf- bis 15-Jährige sei absehbar, sagte Giffey weiter. Bundesweit gehören laut Giffey rund drei Millionen Menschen zu dieser Altersgruppe. Bei der Umsetzung der Impfkampagne bei Jugendlichen komme es auf eine funktionierende Logistik und gute Abstimmung an. Die Konferenzvorsitzende und bayerische Familienministerin Carolina Trautner (CSU) betonte, da Kinder derzeit noch keinen Zugang zu einem Impfschutz hätten, sei es umso wichtiger, dass Erwachsene das Impfangebot annähmen. Dies gelte insbesondere für Angestellte von Kindertagesstätten sowie für Lehrerinnen und Lehrer.

Erstmeldung vom Donnerstag, 06.05.2021, 15.45 Uhr: Berlin/Mainz – Deutschlands Corona*-Impfkampagne nimmt an Fahrt auf. Bislang wurden mehr als 24,5 Millionen Menschen mindestens einmal gegen Sars-CoV-2 geimpft. Nahezu sieben Millionen haben bereits die Zweitimpfung erhalten. Allein am Mittwoch (05.05.2021) wurde knapp 1,1 Millionen Menschen ein Vakzin injiziert.

Jens Spahn möchte Kindern zwischen zwölf und 18 Jahren bis zum Ende der Sommerferien ein Impfangebot machen. (Archivfoto)

Da deutliche Fortschritte zu erkennen sind, will die Bundesregierung nun das nächste Projekt angehen. Gesundheitsminister Jens Spahn plant die Impfungen von Kindern zwischen zwölf und 18 Jahren. Sie sollen bis zum Ende der Sommerferien im jeweiligen Bundesland alle ein Impfangebot bekommen. Dieses und weitere Details von Spahns Plan gehen aus einem Beschlussentwurf hervor, der für ein Treffen von Spahn mit den Gesundheitsministern der Bundesländer aufgesetzt wurde. Darin steht unter anderem auch, dass insbesondere in Kinderarztpraxen gegen Corona geimpft werden soll. Der Beschlussentwurf liegt unter anderem dem Magazin Business Insider, Bild-Zeitung sowie der Deutschen Presse-Agentur vor.

Corona-Impfung für Kinder – Sommerferien enden unterschiedlich

Demnach soll dafür vor allem der Impfstoff von Biontech/Pfizer eingesetzt werden. Passend dazu hat die Europäische Union einen neuen Vertrag mit dem Hersteller des Vakzins ausgehandelt. Dieser verpflichtet Biontech/Pfizer beispielsweise zu mehr Forschung, der Preis pro Dosis erhöht sich jedoch drastisch*.

Voraussetzung für Spahns Planungen ist die Zulassung des Biontech/Pfizer-Impfstoffs für die entsprechenden Altersgruppen durch die Europäische Arzneimittelagentur EMA. Der Hersteller verweist immer wieder darauf, dass das Mittel bei Jüngeren eine hohe Wirksamkeit habe.

Spahn verweist im Entwurf allerdings darauf, dass zahlreiche Kinder erst deutlich später als andere geimpft werden. Das liegt an den unterschiedlichen Zeiträumen der Sommerferien. In Bayern und Baden-Württemberg enden dieser in der Regel am spätesten, Mitte September. (tu mit AFP/dpa) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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