Bundesrat segnet Hilfen ab

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Berlin- Die gewaltigen Hilfen in der Corona-Krise können fließen. Zwei Tage nach dem Bundestag hat ihnen am Freitag auch der Bundesrat zugestimmt. Derweil wird in Deutschland bereits über eine Lockerung der starken Ausgangsbeschränkungen diskutiert.

Einstimmig und ohne Debatte hat die Länderkammer im Schnelldurchgang die Hilfspakete der Bundesregierung beschlossen. Damit können nun große Firmen unter einen 600 Milliarden Euro umfassenden Schutzschirm schlüpfen und notfalls auch ganz oder zum Teil verstaatlicht werden. Für kleine Firmen und Selbstständige gibt es direkte Zuschüsse in Höhe von insgesamt 50 Milliarden Euro. Finanziert werden diese und andere Hilfen durch einen Nachtragshaushalt mit einer Neuverschuldung von 156 Milliarden Euro. Das Gesetzespaket wurde umgehend von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier unterzeichnet. Am Freitagabend wurde es im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und trat damit in Kraft.

Die ersten Gelder sollen vor dem 1. April bei den Betroffenen ankommen.

Die strengen Ausgangsbeschränkungen in Deutschland gelten erst seit Montag - doch schon wird über eine Lockerung diskutiert. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte allerdings am späten Donnerstagabend bereits erklärt, man wisse noch gar nicht, ob die schärferen Maßnahmen greifen. "Und deshalb muss ich die Menschen hier in Deutschland wirklich um Geduld bitten." In Deutschland sind bislang mehr als 43 700 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Mehr als 270 mit SARS-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang gestorben. In Hessen stieg gestern die Zahl der bestätigten Infektionen im Vergleich zum Vortag um 222 Fälle auf 2392.

Zur Unterstützung von Ländern und Kommunen setzt die Bundeswehr 15 000 Soldaten ein. Gefragt sei vor allem Hilfe aus dem Sanitätswesen.

In Wolfsburg sind derweil acht weitere Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das teilte der Sprecher der Stadt mit. Demnach handelt es sich um sechs Frauen und zwei Männer zwischen 76 und 100 Jahren. dpa " Mehr im Innenteil

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