Brasilien rüstet Fußballstadien um

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Brasilia- Südamerika hat sich zu einem Hotspot der Coronavirus-Pandemie entwickelt. Ganz vorn: Brasilien. Bei der Zahl der Infizierten liegt es auf Platz zwei nach den USA. Während in dem südamerikanischen Land Fußballstadien zu provisorischen Kliniken umgerüstet werden, lässt sich Präsident Jair Bolsonaro von den USA Millionen Dosen eines Malariamittels liefern - dessen Wirksamkeit bei der Lungenkrankheit Covid-19 noch nicht abschließend geklärt ist.

Die Zahl der Corona-Fälle in Brasilien ist auf über eine halbe Million gestiegen. Mehr als 526 000 Menschen haben sich nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert, wie die Universität Johns Hopkins am Dienstag mitteilte. Nach den USA ist Brasilien das Land mit den meisten Corona-Infektionen weltweit. Da im größten Staat Lateinamerikas relativ wenig getestet wird, dürfte die tatsächliche Zahl der Infizierten allerdings noch wesentlich höher sein.

Die Vereinigten Staaten schicken entgegen medizinischen Empfehlungen zwei Millionen Dosen Hydroxychloroquin zum Einsatz gegen das Coronavirus nach Brasilien. Das Malariamittel soll zur Prävention bei Krankenschwestern und Ärzten sowie zur Behandlung von Infizierten eingesetzt werden.

Bei Tests von fast zehn Millionen Bürgern in Wuhan sind unterdessen 300 asymptomatische Infektionen mit dem Coronavirus entdeckt worden. Die angesteckten Personen und 1174 enge Kontaktpersonen seien isoliert worden und stünden unter medizinischer Beobachtung, berichteten die Behörden nach Angaben der Staatsmedien am Dienstag.

Den Anteil der Infizierten ohne Symptome an der Bevölkerung beschrieben die Experten als "äußerst gering". Auch seien keine Ansteckungen durch diese Personen festgestellt worden. Die Tests waren seit Mitte Mai über zwei Wochen vorgenommen worden.

Kirchen in Russland öffnen wieder

Lange hat die orthodoxe Kirche die Corona-Epidemie ignoriert, und viele Geistliche in Russland sind mit dem Virus gestorben. Am kommenden Samstag öffnen nach wochenlanger Schließung die Gotteshäuser wieder. Die Hauptkirche im Land, die Erlöser-Kathedrale in Moskau, ist bereits seit Dienstag geöffnet.

Inmitten der grassierenden Corona-Pandemie ist ein Flugzeug mit rund zwölf Tonnen Hilfsgütern in Venezuela eingetroffen. Die von der deutschen Bundesregierung gecharterte Maschine landete am Freitag auf dem Hauptstadtflughafen Maiquetía, wie die Vereinten Nationen mitteilten. Die Lieferung umfasste unter anderem 127 000 Tabletten zur Wasseraufbereitung, 18 Wassertanks und 40 000 Pakete mit Nahrungsergänzungsmitteln. Seit Beginn der Corona-Krise haben die UN über 100 Tonnen Hilfsgüter in das krisengeschüttelte südamerikanische Land gebracht. dpa

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